Die Stadt Wien will den Kindergarten grundlegend erneuern – und holt dafür erstmals breit die Meinung der Beschäftigten ein. Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (Neos) hat dazu eine große Befragung gestartet. Ziel der Initiative: den Kindergarten als erste Bildungseinrichtung stärken und fit für die Zukunft machen.
Unter dem Titel "Kindergarten neu denken" soll eine umfassende Reform entstehen. Pädagoginnen, Assistentinnen, Leitungen und andere Beschäftigte im elementarpädagogischen Bereich sollen schildern, wie ihr Berufsalltag aussieht, wo es Probleme gibt und welche Verbesserungen nötig sind.
"Mit der Reform 'Kindergarten neu denken' verfolge ich das klare Ziel, die erste Bildungseinrichtung auf verlässliche, tragfähige und zukunftsfitte Beine zu stellen. Ein Kindergarten, der allen Kindern die besten Chancen bietet und sie bestmöglich auf die Schule vorbereitet", so Emmerling.
Neben dem pädagogischen Konzept will die Stadt auch Fördersystem und Verwaltung neu aufstellen. In den kommenden Monaten sollen dazu schrittweise neue Maßnahmen umgesetzt werden.
Die Befragung richtet sich an alle Personen, die im Wiener Kindergartenbereich arbeiten. Die Informationen zur Teilnahme wurden bereits an die Träger der Kindergärten verschickt.
Zusätzlich plant die Stadt Themenforen im Education Lab, in denen Expert*innen und Beschäftigte aus Kindergärten sowie aus Schulen über die Zukunft der Elementarbildung diskutieren. Die Ergebnisse sollen direkt in die Reform einfließen.