Dem Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Wirtschaft, gelang es nach umfangreichen Ermittlungen, einen 48-jährigen österreichischen Staatsbürger auszuforschen und festzunehmen.
Der Mann steht im Verdacht, als Erwachsenenvertreter seiner 92-jährigen Großmutter rund 11.000 Euro veruntreut zu haben. Aufgedeckt wurde der Fall, nachdem notwendige Pflegeutensilien für die Seniorin nicht mehr bezahlt wurden.
Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich laut Polizei der Verdacht, dass der 48-Jährige das Vermögen seiner Großmutter für eigene Zwecke verwendet haben soll. Da sich der Tatverdächtige nur selten an seiner Wohnadresse aufhielt und behördlichen Ladungen nicht nachkam, griffen die Ermittler zu einer List.
Sie nahmen telefonisch Kontakt mit dem 48-Jährigen auf und teilten ihm mit, dass ihm ein wichtiges Schriftstück persönlich zugestellt werden müsse. Daraufhin erschien der Mann am 30. Juni im Landeskriminalamt Wien.
Bei dem angekündigten Schriftstück handelte es sich allerdings um die von der Staatsanwaltschaft Wien erlassene Festnahmeanordnung. Der Wiener wurde festgenommen, zeigte sich bei seiner Einvernahme aber nicht geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt eingeliefert.