Auch Bargeld gefunden

Enthüllt! Benko versteckt Gold-Millionen im Tresor

Rene Benko sorgte zuletzt mit Angaben über seine finanzielle Situation für Aufsehen. Der Tiroler soll jedoch einen Geheimschatz in Vaduz horten. 

David Huemer
Enthüllt! Benko versteckt Gold-Millionen im Tresor
Rene Benko soll in einer Stiftung in Liechtenstein unter anderem Gold im Wert von 45 Millionen Euro verstecken.
istock, picturedesk.com

Im Zuge seines Konkursverfahrens gab der ehemalige Signa-Boss Rene Benko an, aktuell lediglich über ein karges Vermögen zu verfügen. Der Tiroler soll als Beschäftigter zweier Firmen monatlich 3.700 Euro verdienen. Nur durch die Unterstützung seiner Familie – insbesondere seiner Mutter – könne er sich laut eigenen Angaben seinen Lebensunterhalt leisten. 

Wie Recherchen der "Krone" und "News" nun jedoch zeigen, soll Benko weiterhin über ein Mega-Vermögen verfügen. Der Reihe nach: Bereits vor dem Zusammenbruch der Signa-Gruppe soll der Unternehmer ein unübersichtliches Gestrüpp aus mehr als 1.000 verschiedenen Gesellschaften geschaffen haben. Ziel sei es gewesen, die Vermögensverschiebungen zwischen den einzelnen Gesellschaften möglichst wenig nachvollziehbar zu machen. 

Nach geplatztem Deal wurden Millionen verschoben

Laut der "Krone" soll Benko kurz vor Bekanntwerden der Signa-Pleite auf eine geplatzte Finanzspritze aus Korea reagiert haben. Die Signa-Verantwortlichen sollen sich aus einem Fonds mehr als 400 Millionen Euro erhofft haben – der Deal platzte kurzfristig.

Der Signa-Gründer soll daraufhin, nachdem bereits im Vorfeld mehrere Millionen Euro zwischen den Unternehmen verschoben wurden, weitere schwer nachvollziehbare Transaktionen in Auftrag gegeben haben. So soll am 18. August, also einen Tag nach dem geplatzten Korea-Deal, ein dubioser Deal abgewickelt worden sein. Dabei überrascht vor allem die rasche Umsetzung, da mit Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und Italien vier Länder in den Verschub der Millionen involviert waren. 

Aktien gegen Traumvillen getauscht

Benko soll laut dem "Krone"-Bericht gezielt die INGBE-Stiftung, die 2014 durch den 46-Jährigen und seiner Mutter Ingeborg gegründet wurde, als sicheren Bunker auserkoren haben. So sollen die 578.905 Aktien der INGBE-Stiftung an der Signa-Prime an die Signa Holding übertragen worden sein. Das, obwohl der Wert der Aktien wenig später aufgrund der Insolvenz in den Keller rasselte. 

Diesem Wertverlust kam die INGBE-Stiftung jedoch zuvor. So soll Benko die Aktienpakete gegen sechs Villen am Gardasee, die im Besitz der Signa Holding waren, getauscht haben. Konkret soll es dabei um eine Summe von 46 Millionen Euro gegangen sein. Laut Experten soll der Wert dieser Immobilien diese Summe jedoch weiter übersteigen. 

45 Millionen in Gold

Während die Privatstiftung der Familie Benko ebenfalls in die Insolvenz schlitterte, soll die INGBE-Stiftung neben den Villen am Gardasee über ein beträchtliches Vermögen verfügen. Recherchen von "Krone" und "News" zeigen, dass in den Tresoren der Stiftung mit Stand Sommer 2022 Gold im Wert von 45 Millionen Euro verwahrt wurde. Außerdem waren in diversen Schließfächern in mehreren Banken drei Millionen Schweizer Franken und zwei Millionen US-Dollar aufbewahrt. 

Laut einem Experten könnten die Geldverschiebungen innerhalb des Benko-Imperiums ein Fall für die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft werden. "Das alles könnte ein Lehrbuchbeispiel für betrügerische Krida zu sein", gibt der Experte in der "Krone" eine Einschätzung ab.

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    25.05.2024: Bus ließ Wiener nicht einsteigen, nahm aber Koffer mit. Ein Wiener verpasste Anfang April nicht nur seine Reise nach Zagreb, er verlor auch noch sein Gepäck. Er gibt dem Busunternehmen die Schuld.
    Fabian Sommer / dpa / picturedesk.com / Leserreporter

    Auf den Punkt gebracht

    • Der ehemalige Signa-Boss Rene Benko wird beschuldigt, einen Geheimschatz in Vaduz zu horten, darunter 45 Millionen Euro in Gold sowie Millionen in Schweizer Franken und US-Dollar, und Milliardenwerte in Immobilien und Unternehmen
    • Darüber hinaus werden Geldverschiebungen innerhalb seines Imperiums als potenziell betrügerisch betrachtet und könnten ins Visier der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft geraten
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