Steuergelder für Konzerne

Er hasst sie – Trump zahlt Milliarden für Windpark-Aus

Die US-Regierung will einem Energiekonzern fast 1 Milliarde Dollar zahlen, damit geplante Offshore-Windparks vor der Küste nicht gebaut werden.
Newsdesk Heute
24.03.2026, 10:15
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Paukenschlag in der US-Energiepolitik: Die Regierung unter Präsident Donald Trump greift tief in die Staatskasse und zahlt dem französischen Konzern TotalEnergies fast eine Milliarde Dollar.

Der Grund: der MAGA-Anführer mit tiefsitzendem Hass auf erneuerbare Energien will ein Aus für zwei geplante Offshore-Windparks vor New York und North Carolina.

Im vergangenen Jahr wurde unter Trump beschlossen, die Erteilung von Bundesgenehmigungen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien auszusetzen – ein Schritt, der Offshore-Windkraftprojekte in der frühen Entwicklungsphase praktisch zum Scheitern brachte.

Die Vereinbarung vom Montag baut darauf auf und zielt auf nachhaltige Zerstörung des Sektors ab. Trump will sicherstellen, dass Unternehmen auch unter einer künftigen, weniger mit Scheuklappen behafteten Regierung keine Windparks bauen können.

Die Unsummen an Steuergeldern sollen als "Entschädigung" für bereits gekaufte Lizenzen an den Energiekonzern gezahlt werden. Statt auf Wind soll TotalEnergies nun auf fossile Energie setzen. Konkret sind ein Flüssiggas-Terminal in Texas – für den Export nach Europa – sowie neue Ölprojekte im Golf von Mexiko und in Schieferöl-Regionen geplant.

Da greift der Konzern gerne zu: "Da die Entwicklung von Offshore-Windkraftprojekten nicht im Interesse des Landes liegt, haben wir beschlossen, auf den Ausbau in den Vereinigten Staaten zu verzichten und im Gegenzug die Rückerstattung der Lizenzgebühren zu erhalten", erklärte Patrick Pouyanné, CEO von TotalEnergies, in einer Stellungnahme.

Für die Bürger teuer, Konzerne freuts

Die Trump-Regierung argumentiert hingegen, Windkraft sei zu teuer und unzuverlässig. Branchenvertreter widersprechen heftig: Ohne neue Windprojekte droht ein wachsendes Stromdefizit.

Gerade angesichts der massiven Ausbaupläne von stromfressenden KI-Datenzentren, würde man meinen, dass alle Möglichkeiten zur Energieerzeugung in Betracht gezogen werden. Dem ist aber nicht so, der bald 80-jährige Trump kennt nur Kohle, Öl, Gas und Kernkraftwerke – die teuersten Formen der Stromerzeugung.

Brisant: Die gestoppten Windparks hätten zusammen mehr als 4 Gigawatt Strom liefern können – genug für Millionen Haushalte. Kritiker warnen daher vor steigenden Strompreisen und Engpässen, vor allem an der Ostküste – die belasten vor allem die Bürger.

Auch andere Konzerne könnten nun Geld zurückfordern. Insgesamt stehen Offshore-Lizenzen im Wert von über 5 Milliarden Dollar im Raum. Erste Unternehmen haben bereits rechtliche Schritte angekündigt.

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