47 Jahre lang ist Thomas arbeiten gegangen. Monat für Monat zahlte er seine Beiträge ein. Mittlerweile ist der "Heute"-Leser in Korridorpension und muss nach eigenen Angaben einen monatlichen Abschlag von 12,6 Prozent hinnehmen.
Was er in seiner kleinen Kärntner Heimatgemeinde (knapp über 1.000 Bewohner) beobachtet, macht ihn wütend. Thomas weiß von mehreren Personen in seinem Umfeld, die sich bewusst dem Arbeitsmarkt entziehen und von staatlichen Leistungen leben.
"Nach einem Leben voller harter Arbeit und kräftigem Einzahlen ins System, bin ich richtig wütend", schreibt er an "Heute".
Von einem Mann um die 50 erzählt Thomas besonders ausführlich. Er führt ein Luxusleben, besitzt eine Wohnung, ein Auto und auch noch ein Motorrad (amerikanisches Fabrikat). Mehrmals im Jahr fährt er auf Urlaub, zumindest einmal davon ist eine Fernreise. Da bleibt kaum Zeit für einen ernsthaften Arbeitsplatz. Jobs übt dieser Mann laut Thomas immer nur für kurze Zeit aus.
Thomas sieht darin einen gewaltigen Gegensatz zu seinem eigenen Arbeitsleben. Besonders ärgert ihn, dass er mit seinen jahrzehntelangen Einzahlungen auch das Sozialsystem mitfinanziert hat.
Der Pensionist schildert noch einen weiteren Fall: Ein Mann soll sich bei einem Pfusch (Schwarzarbeit) an der Hand verletzt haben. Nach Darstellung von Thomas sei die Verletzung schließlich als Arbeitsunfall anerkannt worden. Der Betroffene beziehe seitdem eine Pension.
Der Vorwurf geht weiter: Thomas behauptet, dass der Mann weiterhin im Pfusch arbeitet.
Der Wut auf solche Machenschaften wird in der Umgebung immer größer. "Immer mehr berufstätige Bekannte und Freunde ärgern sich über diese Nachbarn."
"Es gibt jede Menge Geschichten zu diesen Bewohnern, unser Ärger wird immer größer über derartige Zustände", sagt Thomas zum Abschluss.