Im Januar machte nämlich Schiedsrichter Janny Sikazwe weltweit Schlagzeilen, weil er eine Partie am Afrika Cup zu früh beendete. Nun wird der Sambier um 20 Uhr die Partie zwischen Belgien und Kanada pfeifen.
Diese Ernennung ist deshalb bemerkenswert, weil der 43-Jährige eine gut gefüllte Skandal-Akte hat. Beim Afrika Cup vor Jahresfrist sorgte Sikazwe für Aufsehen, weil er das Spiel zwischen Tunesien und Mali gleich zweimal zu früh abpfiff.
Bereits in der 85. Minute beendete der hauptberufliche Lehrer die Partie. Nachdem er auf seinen Fehler aufmerksam gemacht wurde, pfiff er das Spiel nochmals an. Nur um es dann mit nur noch 17 Sekunden auf der Uhr wieder abzupfeifen.
Auch auf Nachspielzeit verzichtete Sikazwe, trotz Toren, VAR-Checks, einer Roten Karte und zwei Penaltys. Der große Nutznießer dieses Malheurs war Mali. Die Westafrikaner gewannen das Spiel mit 1:0. Bei Untersuchungen nach dem Spiel kam heraus, dass Sikazwe während der Partie einen Hitzeschlag erlitten haben soll.
Die Hitze ist auch in Katar ein allgegenwärtiges Thema. Bleibt zu hoffen, dass der 43-Jährige dieses Mal besser damit umgehen kann. Für Sikazwe wird es am Mittwoch nicht der erste Einsatz an einer WM sein. Bereits 2018 pfiff der Mann aus Sambia zwei Spiele an der WM in Russland. Die Spiele Belgien gegen Panama und Japan gegen Polen verliefen ohne große Zwischenfälle.
Im gleichen Jahr wurde der Schiedsrichter aber wegen Korruptionsverdachts nach einem Spiel der afrikanischen Champions League suspendiert. Auf Grund von fehlenden Beweisen wurde die Suspendierung vom afrikanischen Kontinentalverband CAF aber wieder aufgehoben.