Sicherheitskonzept in Arbeit

Erhöhte Terror-Gefahr – Polizei rüstet für ESC auf

Wien bereitet sich auf den Song Contest vor; Sicherheitsmaßnahmen laufen auf Hochtouren. Wegen internationaler Konflikte wird das Konzept angepasst.
Wien Heute
27.03.2026, 10:39
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wien steht vor einem musikalischen Großereignis – doch hinter den Kulissen läuft eine Sicherheitsoperation auf Hochtouren. Der im Mai stattfindende Song Contest sorgt angesichts der weltpolitischen Lage für besonders intensive Vorbereitungen bei der Polizei.

Rund 250 Kräfte arbeiten aktuell an den Sicherheitskonzepten, wie Bundespolizeidirektor Michael Takacs gegenüber dem ORF bestätigte. Hintergrund ist vor allem die angespannte internationale Situation, die laufend neu bewertet werden muss. "Ja, wir haben zwar keine konkrete Bedrohung, aber die geopolitische Situation im Nahen Osten erfordert, dass wir verschiedene Faktoren in unsere Planungen einbeziehen und laufend anpassen", sagte Takacs.

Konflikte weltweit beeinflussen Planung

Die Sicherheitslage ist deutlich komplexer als beim letzten Wiener Song Contest 2015. Neben den Entwicklungen im Nahen Osten spielen auch andere internationale Konflikte eine Rolle. Mehrere teilnehmende Länder sind in aktuelle Krisen involviert – Auswirkungen auf Österreich hat das zwar nicht direkt, für die Sicherheitsstrategie aber sehr wohl.

Wöchentlich aktualisierte Lageeinschätzungen der Staatsschützer fließen in die Planung ein. Diese Dynamik zwingt die Behörden dazu, ihre Maßnahmen ständig zu justieren.

Fokus auf Stadthalle und Fan-Zonen

Im Zentrum der Sicherheitsmaßnahmen steht das Umfeld der Wiener Stadthalle. Während der Veranstalter für den Innenbereich verantwortlich ist, liegt das Gelände rundherum in der Hand der Polizei – in enger Abstimmung beider Seiten.

Auch große Fan-Zonen wie das Public Viewing am Rathausplatz oder im Praterdome werden genau unter die Lupe genommen. Weitere Veranstaltungen in den Bundesländern sind noch nicht fix. Einsatzkräfte üben verschiedenste Szenarien – vom Störversuch bis hin zu ernsten Bedrohungslagen. Schnelligkeit sei dabei entscheidend, betont Takacs.

Hunderte Checks – von Volunteers bis Lieferanten

Nicht nur Besucher, auch alle Beteiligten werden durchleuchtet. Allein rund 600 Volunteers müssen überprüft werden, wie Sicherheitschef Franz Ruf bereits ankündigte. Dazu kommen zahlreiche weitere Personen – etwa von Lieferfirmen oder privaten Sicherheitsdiensten. Die Zahl der Sicherheitsüberprüfungen dürfte daher weit höher liegen.

Verstärkung aus den Bundesländern

Für den Einsatz werden auch Polizeikräfte aus ganz Österreich nach Wien beordert. Darunter sind Spezialisten wie Hundeführer mit sprengstoffgeschulten Tieren. Takacs macht klar: "Das ist ein wichtiger Punkt für mich: Ich habe den Anspruch, dass kein Gegenstand in die Stadthalle kommt, der nicht sprengstoffüberprüft ist".

Strenge Kontrollen wie am Flughafen

Besucher müssen sich auf scharfe Kontrollen einstellen. In der Stadthalle gelten Standards wie am Flughafen – inklusive Röntgengeräten und Spürhunden. Auch bei den Public-Viewing-Zonen sollen ähnliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Neben klassischen Sicherheitsrisiken behalten die Behörden auch mögliche Protestaktionen im Auge. Gerade weil der Song Contest als Symbol für Vielfalt und die Pride-Bewegung gilt, könnten Störungen – etwa aus extremistischen Kreisen – auftreten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.03.2026, 10:39
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen