Trotz der politischen Kehrtwende in den USA unter Donald Trump ist der Vormarsch der erneuerbaren Energien weltweit nicht zu stoppen. Laut dem neuen Weltenergiebericht der Internationalen Energieagentur (IEA) wachsen Solar- und Windkraftanlagen in allen Zukunftsszenarien schneller als jede andere Energiequelle.
Die aktuellen Statements machen Mut: "Das Tempo variiert, aber erneuerbare Energien wachsen in allen Szenarien schneller als jede andere wichtige Energiequelle, angeführt von der Solarenergie", heißt es in dem Bericht der in Paris ansässigen Organisation.
Die IEA untersuchte unterschiedliche Szenarien. Im Idealfall könnte die Nachfrage nach Öl bereits 2030 ihren Höhepunkt erreichen und bis 2035 bereits auf 100 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen. Nur das konservativste Szenario zeigt weiter steigenden Verbrauch: plus 16 Prozent bei Öl und Gas bis 2035, mit einem weiteren Anstieg bis 2050.
Die aktuellen Daten bestätigen frühere Prognosen: In einem Bericht vom Juni hatte die IEA bereits prognostiziert, dass die weltweite Ölnachfrage schon im Jahr 2030 leicht zurückgehen werde, was den ersten Rückgang seit der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 darstellen würde.
Freilich gibt es noch jede Menge zu tun: Als neue Herausforderung nennt die IEA vor allem den rasant wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren, der durch den Boom der künstlichen Intelligenz (KI) zusätzlich angetrieben wird.
Umweltorganisationen begrüßen die Prognosen. "Unabhängig davon, welches Zukunftsszenario man betrachtet, sind die Gewinner klar: Die Zukunft wird zunehmend von günstiger, reichlich vorhandener und erneuerbarer Energie angetrieben - verbunden mit der Elektrifizierung", erklärte Kaisa Kosonen von "Greenpeace Nordic".
Ob Solar, Wind oder Wasserstoff - der weltweite Energiemarkt verändert sich rasant. Der Siegeszug der Erneuerbaren scheint längst nicht mehr aufzuhalten.