"Bombenbastler"-Rasenmäher explodiert – Heer im Einsatz

In der Donaustadt kam es bei einer Haus-Entrümpelung zu einer lauten Explosion. Bizarr: Das Areal gehört dem im August festgenommenen "Bombenbastler".

Aufgrund einer Detonation auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses kam es am Mittwochnachmittag zu einem Groß-Einsatz der Wiener Polizei, der Berufsrettung und des Bundesheeres. Die Explosion erfolgte im Zuge einer Grundstückreinigung des im August festgenommenen "Bombenbastlers" – "Heute" berichtete über den Wiener, der eine Rohrbombe hochgehen ließ. Aufgrund einer chemischen Reaktion kam es nun zum "Nachbeben".

Rasenmäher stieß auf Sprengstoff-Restpulver 

In Abwesenheit des Mannes, der im August des Vorjahres für die Explosion der Rohrbombe sorgte, wurde auf dem Grundstück ausgemistet. Der damals 46-Jährige befindet sich nach wie vor in Verwahrung der Justiz, bestätigte die Pressestelle der Wiener Landespolizei auf Anfrage von "Heute". Dieser hatte nämlich gleich mehrere Bomben in seinem Grundstück gebunkert.

Der Auslöser der erneuten Detonation war laut eines Pressesprechers der Polizei diesmal keine selbstgemachte Bombe, sondern eine chemische Reaktion. "Nichts ahnend wurde ein Kanister mit vermeintlichem Regenwasser in die Weise des Gartens ausgeleert. Im Behälter befanden sich jedoch noch Reste des damals verwendeten Selbstlaborates", so der Pressesprecher der Polizei.

Frau übersteht Explosion mit leichten Verletzungen

Als eine 44-jährige Frau, eine Bekannte des "Bombenbastlers", mit dem Rasenmäher über das Gras fuhr, kam es zum lauten Knall. Die heißgelaufene Maschine explodierte beim Durchqueren des Gartens. Glücklicherweise wurde die Dame im Zuge des Unfalles nur leicht verletzt. Von den Einsatzkräften der Wiener Berufsrettung wurde die Frau notfallmedizinisch versorgt und später in häusliche Pflege entlassen.

Bundesheer kämmte Grundstück durch

Auf Grund der Ereignisse sperrte die Wiener Polizei die unmittelbare Umgebung ab und ließ das Areal sicherheitshalber nach weiteren Sprengmitteln durchsuchen. Durch den Entminungsdienstes des Bundesheeres wurden noch einzelne Pulverreste in der Wiese kontrolliert abgebrannt. Für die Anrainer geht von dem Haus in der Donaustadt damit wohl keine Gefahr mehr aus.

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