Ex-General geht in Offensive

Erpressung! Weißmann zeigt ORF-Mitarbeiterin an

Die juristische Auseinandersetzung rund um den ORF sorgt für eine weitere Eskalationsstufe: Nun geht der Ex-General Weißmann selbst in die Offensive.
Newsdesk Heute
19.03.2026, 15:00
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Seit knapp zwei Wochen steht der ehemalige Generaldirektor Roland Weißmann wegen einer ORF-Mitarbeiterin im Fokus. Der Konflikt wird öffentlich geführt, beide Seiten erheben schwere Vorwürfe und schildern die Vorgänge völlig unterschiedlich.

Weißmann spricht von einer "gegenseitigen Beziehung unter Erwachsenen", die auch körperliche Nähe umfasst habe. Die Frau weist das klar zurück: Sie sieht sich durch anzügliche Nachrichten und intime Bilder sexuell belästigt und bestreitet, dass es zu körperlichem Kontakt gekommen ist.

Chats und Fotos vorgelegt

Auslöser waren Chats und Fotos, die die Mitarbeiterin dem Stiftungsrat vorlegte – und zwar wenige Monate vor der Wahl eines neuen Generaldirektors. Bei dieser wollte Weißmann nach Unterstützung aus der ÖVP-Spitze offenbar erneut antreten. Auffällig: Ein Großteil der Unterlagen ist mehrere Jahre alt, teils vier Jahre oder noch länger.

Auch der Zeitpunkt der Vorwürfe wirft Fragen auf. Als möglicher Hintergrund wird genannt, dass die Mitarbeiterin befürchtet habe, weitere fünf Jahre unter Weißmann als Generaldirektor arbeiten zu müssen. Weißmann trat schließlich am Weltfrauentag zurück.

Weißmann geht in die Offensive

Nun geht der Ex-ORF-Chef selbst juristisch vor. Er sieht sich zum Rücktritt gedrängt und brachte über seinen Anwalt eine Strafanzeige ein, wie die "Krone" berichtet.

Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte gegenüber dem Blatt: "Eine dementsprechende Sachverhaltsdarstellung gegen zwei Personen ist heute eingegangen. Wir prüfen jetzt den Sachverhalt." Laut Angaben richtet sich die Anzeige gegen die Mitarbeiterin und ihren Anwalt. Im Raum stehen unter anderem der Verdacht der Erpressung – strafbar mit sechs Monaten bis zu fünf Jahren Haft – sowie der Missbrauch von Tonaufnahmen. Dabei soll es um heimlich aufgezeichnete Handygespräche zwischen der Frau und dem Generaldirektor gehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.03.2026, 15:13, 19.03.2026, 15:00
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