Was sich diese Woche im Wiener Landesgericht abspielte, sorgt für Kopfschütteln. Bei einem Prozess rund um brutale Jugendgewalt kam es laut "Kronen Zeitung" zu einem massiven Eklat im Gerichtssaal.
Ein junger Angeklagter musste sich gemeinsam mit zwei Mittätern verantworten, nachdem sie zwei 15-Jährige in einem Park attackiert hatten. Einer der Täter trat dabei sogar gegen den Kopf eines Opfers. Am Ende setzte es teilbedingte Haftstrafen.
Doch für Aufsehen sorgte vor allem das Verhalten im Zuschauerraum. Zwei Freunde eines Angeklagten verfolgten die Verhandlung - und reagierten völlig respektlos. Als ein Video der Tat gezeigt wurde und die Mutter eines Opfers zu weinen begann, lachten die beiden Burschen laut.
Die Frau wandte sich laut "Krone" verzweifelt an den Richter: "Können die beiden zu lachen aufhören?" Statt Einsicht folgte eine Beschimpfung - die Jugendlichen bezeichneten sie als "F....". Der Richter verwies sie daraufhin des Saales.
Doch damit war die Eskalation nicht vorbei, berichtet die Tageszeitung. Einer der Jugendlichen kehrte kurz darauf zurück - ohne Kapuze. Als er erneut hinausgeschickt wurde, beschimpfte er den Richter laut "Krone" mit "Du H........". Auch ein Justizwachebeamter bekam sein Fett ab. "Komm raus, gemma kämpfen", rief der Bursch.
Selbst außerhalb des Saales setzten die Jugendlichen ihr Verhalten fort. Sie spielten laut Musik ab und pfiffen, offenbar um die Verhandlung zu stören. Schließlich musste die Polizei einschreiten.
Jurist Philipp Winkler zeigt sich in der "Krone" erschüttert: "Es ist unglaublich, wie wenig Respekt Jugendliche vor Österreichischen Gerichten und Behörden haben." Er fordert Konsequenzen:
"Es ist notwendig, die Identität von Zuhörern zu klären. Richter brauchen eine Handhabe, um gegen solche Störenfriede sofort vorzugehen."