Bruch in der Familie

"Erreichen ihn nicht mehr" – Messners Tochter spricht

Gemeinsam bauten sie sein Lebenswerk auf, heute herrscht Funkstille. Magdalena Messner (38) spricht über das Verhältnis zu ihrem Vater Reinhold (81).
Heute Entertainment
21.08.2026, 09:00
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Er bezwang als erster Mensch alle 14 Achttausender – doch ausgerechnet innerhalb seiner eigenen Familie scheint Reinhold Messner vor einer unüberwindbaren Wand zu stehen.

Seit Jahren schwelt ein heftiger Konflikt zwischen der Bergsteiger-Legende und seinen Kindern. Nun spricht Tochter Magdalena Messner erstmals ausführlicher darüber, wie tief der Bruch tatsächlich geht.

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"Es ist seitdem keine Zusammenarbeit und kein Austausch mehr möglich, was ich sehr bedaure", erzählt die 38-Jährige gegenüber "Bunte". Seit 2024 herrsche Funkstille.

"Wir erreichen ihn nicht mehr"

Dabei standen sich Vater und Tochter früher nicht nur privat nahe. Magdalena arbeitete jahrelang an Reinhold Messners Seite.

Sie tippte seine handgeschriebenen Manuskripte ab, begleitete ihn beim Aufbau seiner Museen und übernahm 2017 schließlich die Verwaltung der sechs Messner Mountain Museen in Südtirol. Der Kontakt brach laut Magdalena kurz vor der Fertigstellung des letzten Museums ab.

Warum es so weit kam, kann sie nach eigener Darstellung bis heute nicht vollständig nachvollziehen.

"Wir erreichen ihn nicht mehr, das ist sehr traurig", sagt sie. Dennoch seien die Gedanken ihres Vaters weiterhin in ihr präsent – genauso wie sein Geist in den gemeinsamen Museen.

Messner fühlte sich von Kindern "entsorgt"

Der Familienkrach hat allerdings eine längere Vorgeschichte.

Messner hatte bereits zu Lebzeiten einen großen Teil seines Vermögens an seine Kinder übertragen. Später bezeichnete er diese Entscheidung öffentlich als schweren Fehler und erhob heftige Vorwürfe gegen seinen Nachwuchs.

Nach der Vermögensaufteilung sei die Familie zerbrochen. Messner beklagte, dass plötzlich die Frage im Mittelpunkt gestanden habe, wer wie viel bekommen habe. Er fühlte sich von seinen Kindern ausgegrenzt.

Sohn Simon widersprach seinem Vater zuletzt vehement. "Es stimmt nicht, dass wir ihn entsorgt haben", erklärte er und stellte stattdessen klar: "Er hat sich uns entzogen." Auch Simon spricht davon, seinen Vater zu vermissen.

Nun schlägt Magdalena ähnliche Töne an.

Trotz des Kontaktabbruchs versucht sie nach eigenen Worten, optimistisch nach vorne zu schauen. Die Krise habe zumindest die Geschwister enger zusammengeschweißt.

Ausgerechnet die Familie des Mannes, der sein Leben lang davon erzählte, wie man selbst die schwierigsten Gipfel bezwingt, steht damit seit zwei Jahren vor einem Berg, den sie bislang nicht überwinden konnte.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.08.2026, 09:00