Von Abkühlung kann plötzlich keine Rede mehr sein. Nach einem kurzen Temperatursturz hat sich die Wetterlage in Serbien innerhalb weniger Tage erneut komplett gedreht.
Meteorologe Ivan Ristić hatte bereits vor dem neuen Hitzeschub gewarnt. Seine drastische Prognose: Die Temperaturen würden innerhalb kürzester Zeit um bis zu 15 Grad nach oben springen.
Und inzwischen ist die Hitze tatsächlich angekommen.
Am Donnerstagnachmittag wurden laut dem serbischen Wetterdienst RHMZ beispielsweise in Banatski Karlovac bereits 40 Grad gemessen. Novi Sad und Valjevo lagen bei 39 Grad, in Belgrad wurden 38 Grad registriert.
Doch der Höhepunkt könnte erst noch bevorstehen.
Der RHMZ hat am Donnerstagvormittag offiziell vor einer "starken Hitzewelle" gewarnt. Von 20. bis 24. August werden in Serbien verbreitet Höchsttemperaturen zwischen 34 und 40 Grad erwartet.
Besonders heftig trifft es Zentral- und Südserbien. Dort sind bis Samstag lokal sogar Werte um 42 Grad möglich.
Für große Teile des Landes gelten deshalb orange beziehungsweise rote Wetterwarnungen.
Die enorme Hitze bringt noch ein weiteres Problem mit sich. Der staatliche Wetterdienst warnt ausdrücklich vor extremen Bedingungen für die Entstehung und Ausbreitung von Bränden im Freien.
Hohe Temperaturen, ausgetrocknete Vegetation und fehlender Niederschlag ergeben eine gefährliche Kombination.
Gerade am Balkan ist das derzeit ein sensibles Thema. Erst vor wenigen Tagen sorgten verheerende Brände an der kroatischen Adriaküste rund um Omiš für dramatische Bilder.
Immerhin: Auch diese Hitzewelle soll nicht ewig anhalten.
Die aktuelle Prognose des RHMZ sieht gegen Ende der heißen Phase eine neuerliche Wetteränderung. Auf die Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke könnten wieder Schauer und Gewitter folgen.
Bis dahin heißt es allerdings noch einmal schwitzen. Aus einer kurzen Abkühlung wurde innerhalb weniger Tage die nächste extreme Hitzewelle – mit einem Temperatursprung von rund 15 Grad und möglichen Spitzenwerten von 42 Grad.