Polit-Beben in Deutschland

Erste Hochrechnung ist da! AfD schafft die Sensation

Die AfD gewinnt die Wahl in Sachsen-Anhalt klar. Jetzt entscheidet die Sitzverteilung, ob sie sogar alleine regieren könnte.
Newsdesk Heute
06.09.2026, 18:33
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Jetzt ist die erste Hochrechnung da – und sie bestätigt das politische Beben in Sachsen-Anhalt. Die AfD gewinnt die Landtagswahl mit riesigem Vorsprung und kommt laut Hochrechnung von 18.28 Uhr auf 44,5 Prozent.

Die CDU landet weit abgeschlagen auf Platz zwei und erreicht nur 18,5 Prozent. Dahinter folgen die Linke mit 9,4 Prozent, die Grünen mit 8,9 Prozent und die SPD mit 8,2 Prozent.

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Für das BSW geht unterdessen das große Zittern weiter. Die Partei von Sahra Wagenknecht liegt bei exakt 5,0 Prozent – und damit genau auf der entscheidenden Hürde für den Einzug in den Landtag. Die FDP ist mit 2,1 Prozent klar draußen. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 3,4 Prozent.

AfD fehlen nur drei Sitze

Doch die vielleicht wichtigste Zahl des Abends ist eine andere: Nach der aktuellen Sitzberechnung fehlen der AfD nur drei Mandate zur absoluten Mehrheit im Landtag. Damit bleibt trotz des gewaltigen Vorsprungs ein echter Wahl-Krimi. Gewinnt die AfD im Laufe des Abends noch die entscheidenden Sitze dazu, könnte sie Sachsen-Anhalt alleine regieren.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wäre dann nicht auf einen Koalitionspartner angewiesen. Er hatte bereits vor der Wahl klargemacht, nur mit einer absoluten Mehrheit regieren zu wollen.

Das wäre eine politische Premiere in Deutschland: Noch nie stellte die AfD einen Ministerpräsidenten. Der Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.

BSW könnte alles entscheiden

Besonders brisant ist deshalb das Ergebnis des BSW. Mit exakt 5,0 Prozent steht die Partei derzeit auf Messers Schneide.

Schon wenige Stimmen können darüber entscheiden, ob das BSW in den Landtag einzieht. Und genau das könnte auch massive Auswirkungen auf die Chancen der AfD auf eine absolute Mehrheit haben.

Denn scheitert eine Partei an der Fünf-Prozent-Hürde, werden ihre Stimmen bei der Verteilung der regulären Mandate auf die im Landtag vertretenen Parteien nicht berücksichtigt. Die Folge: Eine Partei braucht nicht zwingend mehr als 50 Prozent der Stimmen, um mehr als die Hälfte der Sitze zu bekommen.

Das macht die kommenden Hochrechnungen so brisant. Rutscht das BSW unter fünf Prozent oder verschieben sich die Ergebnisse der anderen Parteien, könnte sich auch die Sitzverteilung verändern.

AfD legt um 23,7 Punkte zu

Das Ausmaß des AfD-Erfolgs zeigt der Vergleich mit der Landtagswahl 2021. Damals holte die Partei 20,8 Prozent. Jetzt sind es 44,5 Prozent - ein Plus von satten 23,7 Prozentpunkten.

Für die CDU geht es dagegen massiv bergab. Sie verliert 18,6 Prozentpunkte und stürzt von 37,1 auf 18,5 Prozent ab.

Die Linke verliert 1,6 Punkte und landet bei 9,4 Prozent. Die SPD büßt leicht ein und erreicht 8,2 Prozent. Die Grünen können hingegen um drei Punkte auf 8,9 Prozent zulegen.

Regierungsbildung könnte schwierig werden

Verpasst die AfD die absolute Mehrheit, dürfte die Regierungsbildung äußerst kompliziert werden. Die CDU schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. Auch eine Koalition mit der Linken ist aufgrund des Unvereinbarkeitsbeschlusses der CDU ausgeschlossen.

Das BSW hatte sich vor der Wahl hingegen offen für eine Zusammenarbeit mit der AfD gezeigt. Ob die Partei überhaupt im neuen Landtag vertreten sein wird, hängt nun an wenigen Stimmen.

In den nächsten Stunden werden die Hochrechnungen mit immer mehr ausgezählten Wahlbezirken genauer. Gerade weil der AfD nur drei Mandate zur absoluten Mehrheit fehlen und das BSW exakt an der Fünf-Prozent-Hürde liegt, können bereits kleine Verschiebungen große politische Folgen haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 06.09.2026, 18:44, 06.09.2026, 18:33