Erste Lockerungen – Anschober hat "besondere Hoffnung"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne)
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne)GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Alle 5,5 Sekunden wird ein Österreicher gegen Corona geimpft. Gesundheitsminister Anschober stellt deshalb erste Lockerungen in Aussicht.

"Die Impfung ist die wichtigste Perspektive zur Begrenzung der Pandemie", bekräftigt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag einmal mehr via Aussendung. Gleichzeitig gibt er darin ein Update über den Status der Impfungen sowie einen Ausblick auf mögliche weitere Öffnungsschritte. 

Impfstoff-Menge verdreifacht

Derzeit werde im Schnitt alle 5,5 Sekunden ein Österreicher geimpft, rechnet der Ressortchef vor. Das Tempo werde aber "ausschließlich von Marktzulassungen der Impfstoffe und von Liefermengen und Lieferterminen bestimmt". Die Impfkampagne nehme nun aber endlich Fahrt auf.

Schon nächste Woche sollen mehr als 180.000 Impfdosen geliefert werden, im März mit mehr als eine Million. "Und im zweiten Quartal wird sich die Liefermenge im Vergleich zum ersten Quartal fast verdreifachen", so Anschober.

Johnson & Johnson

Eine "besondere Hoffnung" stellt für ihn das Genehmigungsverfahren des vierten Impfstoffes, er stammt vom US-Pharmariesen Johnson & Johnson, dar. Mit einer Genehmigung rechnet die Regierung Mitte März – Verteidigungsminister Klaudia Tanner (ÖVP) kritisierte die EMA dafür scharf – und ersten Lieferungen im Laufe des Aprils. Ein großer Vorteil des Johnson & Johnson-Vakzins: Es wäre der erste Covid-Impfstoff, der statt zwei nur mehr einen Impfdurchgang benötigt.

Auch die Einführung des E-Impfpasses mache mit der Covid-Schutzimpfung große Fortschritte, so der Minister weiter. Bereits 94 Prozent der Impfungen sollen im neuen E-Impfpass eingetragen sein.

Erste Lockerungen

Der Großteil der an der Impfung interessierten Alten- und Pflegeheime sind als erste Priorität bereits durchgeimpft. Für Gesundheitsminister Anschober ein besonderer Erfolg: "Die Infektionszahlen und die Todesfälle mit oder durch Covid sinken in den Alten- und Pflegeheimen seit Wochen sehr erfreulich. Hatten wir Ende November als Spitzenwert noch 4.300 aktive Infektionsfälle von BewohnerInnen zu verzeichnen, so sind es heute nur noch 359."

Auch die Zahl der Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen ist gleichzeitig drastisch gesunken. Anschober führt das auf die strengen Schutzmaßnahmen, aber auch auf die Schutzimpfung zurück.

"Damit können wir erste Lockerungen in den Alten- und Pflegeheimen vorbereiten. Anfang März wird über den Inhalt der Lockerungen und die konkreten Etappenschritte der Lockerungen entschieden. Auch hier steht Schutz und Vorsicht im Mittelpunkt."

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