Drei Tage ohne Hilfe

Erste Regierung rät allen zu Notvorrat für drei Tage

Großbritannien rät Haushalten, Wasser und haltbare Lebensmittel für drei Tage bereitzuhalten. Die Regierung reagiert auf Cybergefahr und Extremwetter.
23.10.2026, 20:31
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Wasser, haltbare Lebensmittel und andere Notvorräte: Die britische Regierung rät der Bevölkerung, sich für mindestens drei Tage selbst versorgen zu können. Die neue Kampagne "Be Ready" soll die Menschen auf Krisen vorbereiten. Auslöser für die verstärkte Aufmerksamkeit sind unter anderem ein schwerer IT-Ausfall, Waldbrände und die Folgen extremer Hitze und Trockenheit.

Die Regierung empfiehlt, zu Hause ausreichend Trinkwasser und haltbare Lebensmittel aufzubewahren. Damit sollen Haushalte für den Fall gerüstet sein, dass wichtige Versorgungssysteme vorübergehend ausfallen. Die britische Regierung will damit erreichen, dass die Bevölkerung bei Krisen nicht ausschließlich auf sofortige staatliche Hilfe angewiesen ist.

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Cyberangriffe und KI erhöhen den Druck

Ein aktueller Auslöser für die Kampagne war eine schwere Sicherheitslücke in PHP-Software. Nach Bekanntwerden der Schwachstellen am Mittwoch versuchten Angreifer laut Reuters millionenfach, Systeme zu attackieren. Einige Dienste fielen zeitweise aus. Die Vorfälle verdeutlichen, wie stark Behörden, Unternehmen und die Bevölkerung von funktionierenden digitalen Infrastrukturen abhängig sind.

Verteidigungsminister Wes Streeting warnte zudem, dass Cybervorfälle durch den Einsatz künstlicher Intelligenz häufiger werden könnten. KI könne es Angreifern erleichtern, Schwachstellen zu finden und herkömmliche Schutzmaßnahmen zu umgehen. Als weitere Risiken nannte er feindlich gesinnte Staaten, organisierte Kriminalität und den Klimawandel.

Auch Waldbrände stehen im Fokus

Premierminister Andy Burnham kündigte bei einem Treffen zur Bekämpfung von Waldbränden einen neuen Einsatzplan an. Dazu gehört auch der Einsatz von Militärflugzeugen. Nach Ansicht der Regierung muss Großbritannien Krisen besser vorbeugen und schneller reagieren, statt erst nach ihrem Ausbruch unter Druck zu handeln.

Mit der Empfehlung für einen Notvorrat folgt Großbritannien einem ähnlichen Ansatz wie die Europäische Kommission. Diese hatte bereits im Vorjahr dazu geraten, einen Vorrat für 72 Stunden anzulegen. Dazu zählen neben Wasser und Lebensmitteln auch Bargeld und Powerbanks. Die Botschaft: Wer vorbereitet ist, kann einen vorübergehenden Ausfall von Versorgung oder Infrastruktur besser überbrücken.

red, 23.10.2026, 20:31