Erste Schumi-Worte an Teamkollegen: "Lutsch meine Eier"

Kevin Magnussen spricht über das erste Aufeinandertreffen mit seinem Teamkollegen Mick Schumacher.
Kevin Magnussen spricht über das erste Aufeinandertreffen mit seinem Teamkollegen Mick Schumacher.Imago Images
Kevin Magnussen ist zurück in der Formel 1. Nun enthüllte der Däne die ungewöhnlichen ersten Worte seines Teamkollegen Mick Schumacher. 

Nach der Saison 2020 hatte Magnussen sein Cockpit bei Haas noch räumen müssen, wurde durch den Russen Nikita Mazepin ersetzt. Nachdem der russische Oligarchensohn und sein Vater mit Sanktionen konfrontiert sind, trennte sich der US-Rennstall schließlich von Mazepin und dem russischen Sponsor Uralkali. 

So kam Magnussen zu einem unverhofften Comeback. Das auch gleich erfolgreich verlief. Der Däne beendete den Saisonauftakt in Bahrain auf Rang fünf, fuhr damit die beste Haas-Platzierung seit vier Jahren ein. "Das war fantastisch, aber nur möglich, weil beide Red Bulls ausgefallen sind. Ferrari, Red Bull und Mercedes fahren in ihrer eigenen Liga. Unser Ziel ist es, Best of the Rest zu sein. Der siebte Platz hinter den drei Top-Teams ist wie ein gefühlter Sieg", erklärte der 29-Jährige in der "Sport Bild". 

Der Frau "schonend beigebracht"

Als der Anruf von Haas-Teamchef Günther Steiner kam, zögerte Magnussen jedenfalls keine Sekunde. "Ich habe sofort zugesagt, danach habe ich meine Frau angerufen und um ihre Erlaubnis gefragt. Ich habe es ihr schonend beigebracht", lachte der Däne. 

Dass Magnussen nach einem Jahr Pause auf Anhieb wieder im Mittelfeld landete, überraschte den Dänen selbst. "Besonders wegen der Nackenmuskulatur. Nach den ersten beiden Rennen konnte ich meinen Kopf kaum oben halten", schilderte der 29-Jährige weiter. 

"Lutsch meine Eier"

Die Magnussen-Rückkehr könnte allerdings auch Auswirkungen auf seinen Teamkollegen Mick Schumacher haben. Der Deutsche hatte Mazepin letztes Jahr noch locker im Griff. Nun hat der Sohn des Siebenfach-Weltmeisters Michael Schumacher zu kämpfen. Nur, wenn er Magnussen konstant hinter sich hält, geht sein Formel-1-Traum weiter. 

Trotzdem ist das Verhältnis der beiden Piloten bestens, wie Magnussen erzählte. "Seine allerersten Worte an mich waren: ,Suck my balls!´ ("Lutsch meine Eier")", enthüllte Magnussen lachend.

Damit war jedoch keine Beleidigung gemeint. Ganz im Gegenteil. Schumacher erlaubte sich eine humorvolle Anspielung. Denn genau diesen Satz sagte Magnussen nach dem Großen Preis von Ungarn 2017 zu Nico Hülkenberg, als der Deutsche ein TV-Interview des Dänen unterbrach. Zwischen den beiden Piloten herrschte jahrelang Funkstille. Das Eis wurde erst zu Saisonbeginn wieder gebrochen. 

"Er ist wie sein Vater"

Magnussen nahm Schumacher die Anspielung alles andere als übel. "Er hat einen guten Humor. Ab diesem Moment war mir klar, dass wir eine gute Beziehung haben werden. Mick ist extrem nett und sehr entspannt. Ich respektiere ihn sehr", so Magnussen weiter. "Ich gehe nicht aktiv zu Mick und biete ihm meine Informationen an. Aber wenn er mich fragt, werde ich alle Daten mit ihm teilen und ihm immer eine ehrliche Meinung geben", erklärte der Haas-Pilot die Zusammenarbeiter weiter. 

Vom Talent des Deutschen ist Magnussen jedenfalls überzeugt. "Viele sagen, dass er nur wegen seines Nachnamens in der Formel 1 ist. Das stimmt nicht. Er hat dem Druck, den sein Name mitbringt, standgehalten und abgeliefert. Man gewinnt keine Rennen oder Rennserien mit seinem Nachnamen", so Magnussen, der erklärte, auch vom 23-Jährigen etwas gelernt zu haben. "Er ist wie sein Vater akribisch. Zu sehen, wie Mick auf jedes kleine Detail achtet, ist beeindruckend." 

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