Virusfall in Klinik Favoriten

Erster Krim-Kongo-Fall in Österreich! Frau isoliert

Alarm im heimischen Gesundheitswesen! Die Behörden bestätigten am Freitag den ersten Fall des lebensgefährlichen Krim-Kongo-Fiebers in Österreich.
Newsdesk Heute
28.08.2026, 17:53
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In Wien wurde der österreichweit erste Fall des Krim-Kongo-Fiebers bestätigt. Eine Patientenprobe testete bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) positiv auf das Krim-Kongo-Virus. Es handelt sich um eine Frau, die kürzlich aus dem Nahen Osten nach Österreich zurückgekehrt ist – sie wird derzeit auf einer Sonderisolierstation in der Klinik Favoriten von einem Experten-Team der Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin umfassend betreut.

Importierte Infektion aus dem Nahen Osten

Die Ansteckung erfolgte nach medizinischer Einschätzung während eines Aufenthalts im Nahen Osten. Nach der Rückkehr traten Symptome auf, woraufhin zeitnah medizinische Hilfe in Anspruch genommen wurde. Aufgrund des Krankheitsbildes wurde frühzeitig die Infektiologie der Klinik Favoriten hinzugezogen und die betroffene Person isoliert. Laut Angaben des behandelnden Abteilungsleiters Christoph Wenisch befindet sich die Person derzeit in einem stabilen Zustand und ist in bester medizinischer Versorgung.

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Zur zusätzlichen Bestätigung des Befunds wurde eine Probe an das deutsche Bernhard-Nocht-Institut übermittelt. Die Wiener Gesundheitsbehörde leitete umgehend die Erhebung von Kontaktpersonen ein. Folgefälle bei engem, ungeschütztem Kontakt sind nicht völlig auszuschließen, eine anhaltende Zirkulation des Erregers in Österreich wird von den Behörden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft. Es besteht eine strikte gesetzliche Meldepflicht.

Das Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene virale Erkrankung, die vor allem in Teilen Afrikas, Südosteuropas, des Nahen Ostens und Asiens vorkommt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in erster Linie durch den Stich infizierter Hyalomma-Zecken ("Riesenzecken") sowie durch direkten Kontakt mit Blut, Gewebe oder Fleisch infizierter Haus- und Wildtiere wie Rindern, Schafen oder Ziegen.

Was macht das potenziell tödliche Virus so gefährlich?

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist bei engem und ungeschütztem Kontakt mit infektiösen Körperflüssigkeiten oder Blut möglich; über alltägliche soziale Kontakte erfolgt eine Ansteckung hingegen äußerst unwahrscheinlich.

Die Inkubationszeit variiert je nach Übertragungsweg meist zwischen zwei und neun Tagen, im Einzelfall bis zu 14 Tagen. Mehr als 80 Prozent der Infektionen verlaufen asymptomatisch. Bei symptomatischen Verläufen treten typischerweise plötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Kopf-, Muskel-, Glieder- und Rückenschmerzen sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen auf.

"Seltene und ernstzunehmende Infektion"

In schweren Fällen kann es zu inneren Blutungen sowie zu Organversagen kommen. Da derzeit kein Impfstoff zur Verfügung steht, konzentriert sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome und die Sicherung der Vitalfunktionen. Als wichtigste Schutzmaßnahme gilt die Vermeidung von Zeckenstichen und ungeschütztem Tierkontakt in Risikogebieten.

"Das Krim-Kongo-Fieber ist eine sehr seltene und ernstzunehmende Infektion. Gut ist, dass die Erkrankung rasch diagnostiziert wurde und die infizierte Person nun auf einer Sonderisolierstation ist. Die Patientin ist in besten Händen und wird von einem Expert*innen-Team umfassend betreut", sagt Christoph Wenisch, Leiter der Infektiologie und Tropenmedizin der Klinik Favoriten.

"Die Infektiologie der Klinik Favoriten verfügt über umfassende Expertise in der Diagnostik und Behandlung von Infektions- und Tropenerkrankungen und ist auf die Versorgung von Patient*innen mit hochinfektiösen Erkrankungen vorbereitet", heißt es in einer Aussendung des Wiener Gesundheitsverbunds.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.08.2026, 18:00, 28.08.2026, 17:53
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