Songcontest überschattet

ESC: Aktivisten machen mit Großdemo gegen Israel mobil

Unter dem Motto "Keine Bühne für den Völkermord" wird der Ausschluss Israels vom ESC gefordert. Israel sei ein "Terrorstaat", so die Aktivisten.
Wien Heute
12.05.2026, 18:36
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Die friedliche ESC-Woche wird von Proteste gegen Israel überschattet. Unter dem Motto "Keine Bühne für den Völkermord" wollen Aktivisten gegen die Teilnahme Israels vorgehen – und kündigen nun neue Details für die Großdemo am Samstag vor dem ESC-Finale an. Gefordert wird unter anderem der Ausschluss des israelischen Sängers Noam Bettan von dem Bewerb.

"Ausschluss als Zeichen"

Der britische Filmemacher Haim Bresheeth erklärte bei einer Pressekonferenz, ein Ausschluss wäre ein symbolisches Zeichen dafür, dass sich der "Apartheid- und Terrorstaat" Israel mit seinem Vorgehen in Gaza außerhalb der friedliebenden Staaten stelle. Israel habe mit Gaza "eine Stadt in der Größenordnung von Wien zerstört" und einen "Genozid" an der palästinensischen Bevölkerung begangen, so Bresheeth laut ORF Wien. Es gebe dort "kein Wasser, keine Schulen und keine Krankenhäuser" mehr.

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Großdemo am Samstag

Auch Irina Vana von der Palästina Solidarität Österreich übte scharfe Kritik. Israel benutze den Eurovision Song Contest bewusst und mit viel Geld zur eigenen Inszenierung. Gegen dieses "Artwashing" wolle man mit einem "Song Protest" am Freitag und der Großdemonstration am Samstag vor dem Finale in Wien auftreten.

Störaktionen erwartet

Wir erwarten Blockaden und Störaktionen am Finaltag", wurde Polizei-Einsatzleiterin Xenia Zauner bereits deutlich. Die Demo am 16. Mai startet um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz in Wien-Mariahilf, führt dann über die äußere Mariahilfer Straße und über die Schweglerstraße hinter der Wiener Stadthalle vorbei.

Aktion am Schwedenplatz

Bereits am Dienstagnachmittag planten die Aktivisten am Wiener Schwedenplatz eine symbolische Sargniederlegung. Damit wolle man auf den "Genozid" in Gaza aufmerksam machen. Der Künstler Topoke, der den "Song Protest" mitmoderieren wird, forderte die Politik dazu auf, Israels Vorgehen klar zu verurteilen. "Nie wieder gilt für alle", so der Aktivist mit Blick auf Österreichs Geschichte im Zweiten Weltkrieg.

Proteste statt Party

Die ganze ESC-Woche wird von Protesten der Palästina-Szene überschattet. Wenn der israelische Sänger Dienstag (12.5.) am Halbfinale auftritt, wird im Arik-Brauer-Park "pro Palästina" demonstriert. Am Freitag (15.5.) könnte es hitzig werden – rund 3.000 Aktivisten werden bei einer Kundgebung anlässlich des palästinensischen "Nakba-Tags" im Resselpark (City) erwartet. "Dieser hat eine hohe emotionale Bedeutung für die Palästina-Szene", erklärt die Wiener Polizei. Auch eine Demo mit tausend Teilnehmern wurde angemeldet.

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