Große Überraschung rund um den österreichischen ESC-Vorentscheid: Die mexikanisch-österreichische Sängerin Tamara Flores (28) hat ihre Bewerbung zurückgezogen. Statt der 28-jährigen Wienerin soll laut Heute-Infos Sänger Sidrit Vokshi nachrücken.
Noch vor wenigen Wochen sorgte die Wienerin mit ihrem Song "Chingona" für viel Aufmerksamkeit und galt für viele Fans als heiße Anwärterin für den Startplatz beim ESC.
Wie der ORF gegenüber "Heute" bestätigt, war der Rückzug von Tamara ihre eigene Entscheidung und sei "aus privaten Gründen" gefallen.
Ihr Latinpop-Song schaffte es bereits im November an die Spitze der FM4-Charts. "Der Song hat die Message, dass man gut ist, so wie man ist, solange man ehrlich zu sich selbst ist und seinen Weg geht", erklärte Flores zuletzt über ihren Titel.
Die Kombination aus zwei Sprachen sei für sie selbstverständlich, da sie mit beiden aufgewachsen ist und deren Unterschiedlichkeit bewusst zelebriert.
Tamara Flores wurde in Wien als Tochter eines Österreichers und einer Mexikanerin geboren. Was sich für sie früher oft wie ein innerer Konflikt anfühlte, ist heute der Kern ihrer Musik. In ihren Songs verbindet sie europäische und lateinamerikanische Klangwelten, Tradition und Moderne.
Viele Hörer schreiben ihr, dass sie sich in dieser Mischung wiederfinden. Vielfalt sei für sie heute ein Geschenk. Österreich sei bunt geworden und zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen etwas sehr Schönes, betont die Sängerin gegenüber "Welle 1".
Ein Auslandssemester in Buenos Aires prägte ihren musikalischen Stil entscheidend. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Songwriting. Heute kombiniert sie Pop, Reggaeton, klassische Elemente, Streicher und sogar Opernpassagen. Genregrenzen spielen für sie kaum eine Rolle. "Ich schau' einfach, wohin es mich weht", sagt sie über ihren Zugang zur Musik.