Heute Abend blickt ganz Europa nach Wien: In der Wiener Stadthalle steigt ab 21 Uhr das erste Halbfinale des 70. Eurovision Song Contest. Moderiert wird die TV-Show von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski.
Rund um die Stadthalle gelten bereits seit 10 Uhr strenge Sicherheitsmaßnahmen. Bis Mittwoch um 3 Uhr ist dort ein Platzverbot in Kraft, wie der "ORF" berichtet. Ein weiteres Verbot wurde auch für den Finaltag am Samstag verhängt. Hintergrund sind erwartete Proteste aus der "Pro-Palästina-Szene" rund um die Auftritte des israelischen Teilnehmers Noam Bettan. Bereits am Dienstagnachmittag ist eine Protestaktion am Schwedenplatz angekündigt.
Wer trotz Verbots ohne Berechtigung in die Sperrzone geht, begeht laut Polizei eine Verwaltungsübertretung. Es drohen Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro, im Wiederholungsfall sogar bis zu 4.600 Euro. Zutritt haben etwa Anrainer sowie Besucher mit gültigem Ticket.
Zusätzlich wurde eine Drohnenverbotszone eingerichtet. Diese gilt im Umkreis von 1,5 Kilometern rund um Stadthalle, Rathausplatz und Praterdome. Für alle drei Veranstaltungsorte gibt es außerdem Durchsuchungsanordnungen.
Entgegen der ursprünglichen Planung bleibt die Ringstraße am Dienstag offen. "Wir haben nach dem Wetterumschwung und den deutlich niedrigeren Temperaturen festgestellt, dass eine Sperre derzeit nicht notwendig ist", heißt es vom Stadt Wien Marketing. Man gehe davon aus, dass viele Fans die Show heute von woanders aus ansehen werden. "Da macht es keinen Sinn, also haben wir uns im Einvernehmen mit den Wiener Linien dafür entschieden, den Ring heute zu öffnen." Man gehe grundsätzlich davon aus, dass während der Shows am Donnerstag und Samstag die Sperre bestehen bleibt. Das ESC-Programm am Rathausplatz startet dennoch wie geplant ab 14 Uhr.
Zusätzliche Verkehrssperren gibt es aber weiterhin rund um die Stadthalle. Ab 17 Uhr wird die Hütteldorfer Straße zwischen Gürtel und Vogelweidplatz gesperrt. Die Maßnahme gilt bis Montag um 3 Uhr. Auch beim Praterdome, wo die ESC-Fanpartys stattfinden, wird mit starkem Polizeiaufgebot und hohem Verkehrsaufkommen gerechnet.
Für Besucher gelten zudem strenge Taschenregeln. In der Stadthalle sind an den Halbfinal- und Finaltagen nur kleine oder transparente Taschen erlaubt – "Heute" berichtete. Alles, was größer als A6 ist und nicht durchsichtig ist, wird abgenommen. Auch beim Eurovision Village am Rathausplatz gelten strenge Kontrollen.