Während Millionen Fans nur die glitzernde ESC-Show sehen, brodelt es hinter den Kulissen offenbar gewaltig. Veronica Fusaro, die für die Schweiz mit dem Song "Alice" antritt, erhebt jetzt deutliche Vorwürfe gegen die Organisation.
Die Sängerin zeigt sich enttäuscht vom Ablauf der Proben in Wien. Von einem Event dieser Größenordnung habe sie deutlich mehr Professionalität erwartet, erklärte sie im Gespräch mit mehreren Schweizer Medien. Unter anderem auch mit "Blick".
Besonders genervt sei sie vom Umgang mit den Bühnen-Requisiten gewesen. Obwohl ihr Team genaue Video-Anleitungen geschickt habe, habe es mehrfach Probleme gegeben.
Ein rotes Seil, das zentraler Bestandteil ihrer Performance ist, ließ sich bei einer Probe plötzlich nicht lösen. Für Außenstehende vielleicht eine Kleinigkeit – für eine durchgetaktete ESC-Show aber ein echtes Problem.
Noch schlimmer: Bei einer weiteren Probe fehlte ein wichtiges Requisit komplett auf der Bühne, obwohl zuvor alles funktioniert hatte.
Fusaro machte klar, wie knapp die Abläufe beim Song Contest tatsächlich sind: Für die komplette Probe bleiben gerade einmal 25 Minuten, für den Umbau der Bühne oft nur 30 Sekunden. Fehler seien da eigentlich tabu: "Es gibt gar keinen Platz für solche Fehler."
Auch ihr Regisseur soll hinter den Kulissen angedeutet haben, dass die Organisation früher besser gewesen sei.
Trotz allem bleibt die Schweizerin professionell. Laut eigenen Angaben verlief die Kritik sachlich und ohne Drama. Außerdem habe ihr Team bereits Notfallpläne vorbereitet. "The show must go on", stellte Fusaro klar.
Am Donnerstag kämpft sie nun im zweiten Halbfinale um den Einzug ins große Finale des Eurovision Song Contest. Bereits nach der ersten Show rund um Lelek wird der Bewerb ohnehin von Diskussionen und Aufregern begleitet.