Was meint sie damit?

"Kein ESC-Song" – Wirrer Sager von "Suder-Schweizerin"

Im Vorjahr fand der Song Contest noch in der Schweiz statt. Nun gibt es ein Finale ohne unsere Nachbarn. Doch wie kam es dazu?
Heute Entertainment
15.05.2026, 12:05
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Die Enttäuschung sitzt tief. Mit "Alice" wollte Veronica Fusaro für die Schweiz erneut den Sprung ins ESC-Finale schaffen. Seit 2018 sind unsere Nachbarn eigentlich Fixstartet in der großen Show. Stattdessen war jetzt im zweiten Halbfinale Schluss.

Und die Sängerin selbst liefert nun eine bemerkenswerte Erklärung gegenüber Schweizer Medien für das Scheitern: "'Alice' ist halt kein ESC-Song."

Überdenkt die Schweiz jetzt die Auswahl?

Diese Aussage wirft natürlich auch Fragen auf. Denn die Schweiz hat sich intern für den Song entschieden. Nur warum, wenn es doch kein ESC-Song ist?

Tatsächlich fiel der Schweizer Beitrag im Halbfinale sofort auf. Während viele Länder auf klassische ESC-Zutaten wie Dance-Pop, große Balladen oder schrille Party-Hymnen setzten, brachte Fusaro einen düsteren Rocksong auf die Bühne.

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Mit roten Seilen, E-Gitarre und intensiver Stimmung wollte die Schweizerin bewusst anders sein. Die Hoffnung der Delegation: Gerade durch das Herausstechen könnte man punkten.

Doch dieser Plan ging offenbar nicht auf.

Die Frage stellt sich nun auch beim Schweizer Sender. Denn "Alice" setzte sich zuvor in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen insgesamt 493 Songs durch.

Eine internationale Fach- und Publikumsjury hatte den Song gemeinsam ausgewählt. Nach dem ESC-Flop in Wien könnte der Auswahlprozess nun erneut diskutiert werden. Der Schweizer Delegationsleiter erklärte dazu bereits, dass man wie jedes Jahr alle Abläufe überprüfen werde und mögliche Anpassungen nicht ausgeschlossen seien.

Ganz reibungslos verlief die ESC-Reise für die Schweizer Delegation allerdings ohnehin nicht. Schon im Vorfeld hatte sich Fusaro öffentlich über die Organisation in Wien beschwert. Vor allem bei den Proben soll es immer wieder Probleme mit Requisiten und Abläufen gegeben haben.

"Es sollte einfach nicht sein"

Die Sängerin zeigte sich davon sichtlich genervt und erklärte, sie habe sich die Abläufe bei einem Event dieser Größenordnung "professioneller vorgestellt". Teilweise hätten Bühnenmitarbeiter nicht gewusst, wie bestimmte Elemente vorbereitet werden müssten.

Veronica Fusaro selbst sucht die Schuld allerdings nicht bei ihrer Performance. Auch die Qualität des Songs stellt sie nicht infrage. "Es sollte einfach nicht sein", sagte die Sängerin nach dem Ausscheiden.

Trotzdem sei sie enttäuscht, traurig und auch wütend. So sehr sogar, dass sie sich das große ESC-Finale am Samstag wohl gar nicht ansehen möchte.

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