Warme Mahlzeit als Luxus

Essen kaum leistbar! Meisten Studenten armutsgefährdet

Für viele Studenten wird der Start ins neue Semester zur finanziellen Herausforderung. Besonders beim täglichen Essen zählt plötzlich jeder Euro.
Wien Heute
01.09.2026, 16:41
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Für viele Studenten beginnt mit dem Uni-Start nicht nur ein neues Semester, sondern auch die tägliche Sorge ums Geld. Sechs von zehn Studierenden in Österreich leben laut Studierendensozialerhebung mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Gleichzeitig fließen im Schnitt knapp 17 Prozent ihres Einkommens in Lebensmittel.

Menüs um fünf Euro gefordert

Gerade jetzt, zum Start des neuen Uni-Alltags, wird das zur Belastung. Denn wer täglich warme Mahlzeiten essen möchte, muss tief in die Tasche greifen: Essen in österreichischen Mensen kostet im Schnitt rund sieben Euro. 25 Prozent der Studierenden geben an, unter finanziellen Schwierigkeiten zu leiden.

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Die ÖH forderte deshalb bereits ein günstigeres 5-Euro-Mensa-Menü. Doch auch abseits der Mensa suchen viele Studenten nach Möglichkeiten, beim täglichen Essen Geld zu sparen.

Günstigere Lebensmittel für Studenten

Eine weitere Möglichkeit zum günstigen Essen: Über die App Too Good To Go werden überschüssige Lebensmittel und Speisen von Betrieben als Überraschungssackerl angeboten. In Österreich sind rund 6.500 Partnerbetriebe Teil des Marktplatzes – darunter Hofer, SPAR und Denns Biomarkt sowie lokale Cafés, Bäckereien und Restaurants.

Lebensmittel auf Vorrat

Neben fertigen Speisen gibt es auch Pakete mit haltbaren Lebensmitteln. Diese können etwa durch Saisonwechsel, neue Umverpackungen oder ein nahendes Mindesthaltbarkeitsdatum übrig geblieben sein und werden nach Hause geliefert, heißt es von Too Good To Go.

So können sich Studenten beispielsweise mit Snacks, Studentenfutter oder anderen haltbaren Lebensmitteln für die kommende Woche eindecken.

Hilfe für Eltern mit Schulkindern

Auch für Familien beginnt mit dem Schulstart wieder der teure Alltag: Mehr als 1,2 Millionen Schulkinder kehren Anfang September in die Schule zurück. Beim Schulessen zeigt sich ebenfalls Handlungsbedarf. Nur bei 29 Prozent der österreichischen Volksschulen mit Mensa ist die Auszeichnung "kindgerechtes Essen" bestätigt.

Für Eltern kann es daher eine Möglichkeit sein, die Jause selbst zu ergänzen. Backwaren oder Snacks können bereits am Vortag vergünstigt abgeholt und am nächsten Tag in die Schule mitgegeben werden.

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