EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bei ihrem ersten Treffen mit der syrischen Übergangsregierung in Damaskus die Unterstützung der Europäischen Union für Syrien zugesagt. Die EU werde "alles in ihrer Macht stehende tun", um Syrien beim Wiederaufbau zu helfen, erklärte von der Leyen im Onlinedienst X nach einem Gespräch mit Präsident Ahmed al-Scharaa am Freitag in Damaskus.
Laut einer Erklärung der syrischen Präsidentschaft haben beide Seiten über Zusammenarbeit, Wiederaufbau sowie "humanitäre Angelegenheiten und die Flüchtlingsfrage in Europa" gesprochen. Die EU ist für Damaskus ein wichtiger Geldgeber und hat die während des Bürgerkriegs verhängten Sanktionen gegen Syrien aufgehoben.
Al-Scharaa bemüht sich um internationale Unterstützung für den Wiederaufbau des Landes. Der Frieden in Syrien bleibt nach den Jahren des Bürgerkriegs aber weiterhin zerbrechlich. Der Besuch von der Leyen gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa fand kurz nach den schweren Kämpfen in Aleppo statt, wo sich Soldaten der islamistischen Übergangsregierung und kurdische Kämpfer tagelang Gefechte geliefert haben.