Keine Versorgungsprobleme

EU warnt: Energiepreise werden im Winter "sehr hoch"

Die EU rechnet mit herausfordernden Monaten für die Verbraucher. Mehr als 100 Milliarden Euro zusätzlich flossen bereits in Energieimporte.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 10:35
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Nach einem Treffen der EU-Energieminister in Dublin gibt es klare Worte: Der kommende Winter wird teuer.

EU-Energiekommissar Dan Joergensen warnt vor "sehr hohen" Energiepreisen – auch wenn die Versorgungssicherheit gewährleistet sei.

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"Es besteht kein Zweifel daran, dass wir auf einen Winter zugehen, der herausfordernd sein wird", sagte Joergensen. Auch IEA-Chef Fatih Birol spricht von einem "sehr schwierigen Winter". Die Energiepreise sind infolge des Iran-Krieges zuletzt wieder deutlich gestiegen.

Die EU hat seit Kriegsbeginn mehr als 100 Milliarden Euro zusätzlich für Energieimporte ausgeben müssen, heißt es auf n-tv.de.

"Wir haben nun die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten, die wir in diesem Jahr zusätzlich für unsere Energie bezahlt haben, ohne auch nur ein einziges zusätzliches Molekül Gas oder Öl zu erhalten", betonte der Energiekommissar.

Spritpreisbremse wieder angezogen

Die österreichische Bundesregierung reagiert bereits: Die erweiterte Spritpreisbremse soll im Oktober und November finanzielle Entlastung beim Tanken bringen. Unter Einrechnung des Mehrwertsteuereffekts könnte das die Benzin- und Dieselpreise in den kommenden beiden Monaten um 12 Cent je Liter verbilligen.

Auch auf EU-Ebene werden Maßnahmen erwogen. Brüssel prüft eine Verschiebung von Methan-Vorschriften für Öl- und Gasimporte. Diese sollten ab 2027 gelten, könnten aber Lieferanten abschrecken. Die IEA könnte zudem ihre strategischen Ölreserven anzapfen.

Die Situation zeige, wie schädlich die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen für Europa sei. "Wenn die Preise auf dem Weltmarkt steigen, trifft das auch unsere Bürger und unsere Industrie", warnte Joergensen. Es sei höchste Zeit, diese durch heimische Energie zu ersetzen.

red,30.09.2026, 10:35