Seit seinem schweren Ski-Unfall im Dezember 2013 ist Michael Schumacher nicht mehr öffentlich aufgetreten. Seine Familie schützt die Privatsphäre des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters konsequent, weshalb über seinen Gesundheitszustand kaum verlässliche Informationen nach außen dringen.
Immer wieder äußern sich ehemalige Weggefährten über Schumacher. Nun hat Ex-Weltmeister Jenson Button allerdings kein gesundheitliches, sondern ein sportliches Geheimnis aus Schumachers erfolgreicher Ferrari-Zeit verraten. Dabei spielt dessen langjähriger Teamkollege Rubens Barrichello eine entscheidende Rolle.
Der Brasilianer fuhr von 2000 bis 2005 an Schumachers Seite für Ferrari. In dieser Zeit gewann Schumacher fünf WM-Titel in Folge, während sich Ferrari ebenfalls fünfmal die Konstrukteurs-WM sicherte. Laut Button hatte Barrichello einen großen Anteil an diesen Erfolgen.
"Ich wurde oft gefragt, welcher Fahrer im technischen Bereich am besten war, und das war mit Abstand Rubens", erzählte Button im "Beyond the Grid"-Podcast. Barrichello sei ein außergewöhnlicher Teamplayer gewesen und habe ein enormes Verständnis für die Entwicklung eines Formel-1-Autos besessen.
Besonders beeindruckt zeigte sich Button davon, wie intensiv sich der Brasilianer selbst mit technischen Details beschäftigte. Barrichello habe genau gespürt, wie sich das Auto auf der Strecke verhielt, und sich nicht ausschließlich auf die Arbeit seiner Ingenieure verlassen.
"Ich verstehe, warum Michael ihn so viele Jahre lang als Teamkollegen haben wollte", erklärte Button. Der Brite konnte später selbst von Barrichellos Qualitäten profitieren. 2006 wurden die beiden bei Honda Teamkollegen, später fuhren sie gemeinsam für Brawn GP.
2009 gelang schließlich der große Coup: Button wurde überraschend Formel-1-Weltmeister, Brawn GP holte den Konstrukteurstitel. Auch damals hatte er mit Barrichello den Mann an seiner Seite, den er heute als einen der technisch stärksten Fahrer seiner Zeit bezeichnet.