Drinnen wurde Fußball gefeiert, draußen herrschte Chaos. Während im Aztekenstadion das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika lief, kam es vor der Arena zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.
Mittendrin: Marcelo. Der frühere Real-Madrid-Star geriet unweit des Stadions in die Ausschreitungen und musste von der Polizei aus der Gefahrenzone gebracht werden. Der Brasilianer, der zweimal bei einer WM für sein Land im Einsatz war, blieb unverletzt.
Schon Tage vor dem Eröffnungsspiel hatten Protestgruppen und soziale Bewegungen angekündigt, zum Stadion marschieren zu wollen. Die mexikanischen Behörden reagierten mit einem massiven Sicherheitsaufgebot. Tausende Polizisten waren in der Hauptstadt im Einsatz, wichtige Knotenpunkte wurden abgesichert, die Arena weiträumig abgeriegelt.
Dennoch eskalierte die Lage in unmittelbarer Nähe des Stadions. Hintergrund der Proteste soll ein politischer Konflikt sein. Im Zentrum steht die radikale Lehrergewerkschaft CNTE, die gegen eine Rentenreform aus dem Jahr 2007 protestiert und höhere Altersbezüge für ihre Mitglieder fordert.
Die Evakuierung Marcelos erfolgte parallel zum laufenden Eröffnungsspiel. Während Mexiko im Stadion mit einem 2:0 gegen Südafrika in die Heim-WM startete, spielten sich vor den Toren chaotische Szenen ab.