Ex-Soldat evakuierte 170 Tiere aus Afghanistan

Pen Farthing setzt sich seit seiner Stationierung in Afghanistan für Straßentiere ein.
Pen Farthing setzt sich seit seiner Stationierung in Afghanistan für Straßentiere ein.NOWZAD
Der britische Soldat Pen Farthing konnte Hunde und Katzen in Sicherheit bringen. Seine Mitarbeiter und deren Familien musste er zurücklassen.

Am Sonntag landete ein Flieger aus Afghanistanmit rund 170 Hunden und Katzen an Bord am Flughafen von Heathrow(Großbritannien). Ex-Soldat Pen Farthing hatte es im Rahmen der "Operation Ark" geschafft, seine Schützlinge in Sicherheit zu bringen - nicht jedoch seine Mitarbeiter und ihre Familien.

Dabei hatte der Brite Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, doch am Ende machte ihm ausgerechnet US-Präsident Joe Biden einen Strich durch die Rechnung.

Bomben und Papierkram

Pen Farthing ging vor einigen Jahren als Royal Marines-Soldat nach Afghanistan. Als der Brite dort zwei kämpfende Straßenhunde voneinander trennte, folgte ihm eines der Tiere auf Schritt und Tritt. Kurz darauf gründete er dort die Tierschutzorganisation "Nawzad", die bisher zahlreiche Hunde und Katzen mit anderen Soldaten zusammenbrachte.

Bereits am Donnerstag hätte das Team samt Familien und rund 200 Tieren evakuiert werden sollen. Via Twitter hatte Farthing die Taliban sogar um freies Geleit gebeten. Doch nachdem sie bereits über zehn Stunden am Flughafen von Kabul ausgeharrt hatten, kam es zu zwei Explosionen. Chaos folgte. 

Am Freitag dann der zweite Anlauf. Dieses Mal bestieg Pen Farthing gemeinsam mit etwa 170 Hunden und Katzen, auf die in Großbritannien bereits neue Zuhause warten, ein Flugzeug. Seine Mitarbeiter musste der Ex-Soldat jedoch schweren Herzens zurücklassen. Der bedrückende Grund: US-Präsident Joe Biden hatte nur zwei Stunden vor der Evakuierung, eine Änderung in Bezug auf die zur Ausreise notwendigen Papiere vornehemn, wie Farthing auf Twitterschreibt.

Doch er will nicht aufgeben. Seine Mitarbeiter und weitere Tiere sollen folgen. Außerdem hatte er schon davor angekündigt, als NGO wieder nach Afghanistan zurückzukehren.

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