Das Gebäude des früheren Verkehrsbüros und späteren Novomatic-Forum in der Friedrichstraße 7 (City) wurde in den Jahren 1922 bis 1923 errichtet. Die Originalfassade wurde durch "rötliche und helle Töne" bestimmt. Das änderte sich jedoch, als das Gebäude im Februar an die "LNR Projekt FS7" verkauft wurde. Der neue Besitzer färbte die ursprünglich zweifärbige Fassade auf ein einheitliches Weiß um.
Das sorgte jedoch für Ärger mit dem Bundesdenkmalamt. Dieses argumentierte, die am Gebäude durchgeführten Veränderungen seien ohne denkmalbehördliche Bewilligung durchgeführt worden. Zudem sei die ursprüngliche Fassade ein "bestimmendes Charakteristikum des denkmalgeschützten Gebäudes", wir haben berichtet. Mitte Juli erstattete das Bundesdenkmal Strafanzeige und stellte einen Antrag auf Wiederherstellung eines denkmalgerechten Zustandes.
Der Besitzer, der einen Teil des früheren Verkehrsbüros an Szene-Gastronom Martin Ho vermietet, der hier sein Lokal "404 – Don't ask why" betreibt, stellte daraufhin einen Antrag, um die weiße Fassade nachträglich genehmigen zu lassen.
Wie der "Kurier" berichtet, wurde dies nun von den Denkmalschützern abgelehnt. In dem Bescheid, der vom 8. November datiert, wurde die Durchführung eines Ermittlungsverfahrens abgewiesen. Eine nachträgliche Bewilligung durch das Bundesdenkmalamt ist damit vom Tisch.