Kampf um Garagenlift

Ex-Vizekanzler Strache – beherzte Bilanz als Bezirksrat

Strache ist zurück in der Politk, sitzt im Bezirksrat von Floridsdorf. "Heute" beurteilt seine Arbeit. Aber: Im neuen Jahr droht ihm erneut Ungemach.
Christian Tomsits
27.12.2025, 10:00
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Das Jahr 2025 brachte Heinz-Christian Strache (56) sieben Jahre nach dem Ibiza-Skandal einen neuen Job als Bezirksrat. Trotz des enttäuschenden Abschneidens seiner Liste bei der Wien-Wahl im April schnappte er sich dank immerhin 7.245 Stimmen (entspricht 1,12 Prozent der Wahlberechtigten) einen Sitz im Floridsdorfer Bezirksparlament.

Seine neue Arbeit – für die er wohlfeile 8.093 Euro pro Jahr erlöst – nahm der ehemalige Vizekanzler der Republik durchaus ernst. Beobachtern zufolge war Strache bei allen vier Sitzungen des Bezirksparlaments "anwesend" und in die Arbeit durchaus "eingebunden".

Das belegt auch das Sitzungsprotokoll: Demnach wurde bereits in einer der ersten Sitzungen eine Anfrage seines Teams (THC)  zu Containerklassen der Volksschule Rittingergasse eingebracht. Zwei weitere Anfragen folgten. Insgesamt meldete sich Strache vier Mal zu Wort. Bei der Budgetdebatte im September referierte der ehemalige Vizakanzler vor rund 60 Zuhörern über das "leidige Problem" eines seit 2014 ausgefallenen Aufzugs in einer Floridsdorfer Tiefgarage: "Wir haben die Verantwortung, auf die Betreiber und die Behörden einzuwirken", lautete sein Appell.

Der Antrag des Neo-Bezirksrats "zur Prüfung und Behebung der baulichen und anderer Missstände in der Karl-Seitz-Garage" wurde von allen Parteien (außer den Grünen) unterstützt und somit angenommen. Strache ist sich also nicht zu schade für die Arbeit im Bezirk: "Im Gegenteil: Es ist eine ehrenvolle Aufgabe", sagte er zum "Kurier".

Im neuen Jahr dürften weitere spannende Arbeitsaufträge auf ihn zukommen. Doch auch unangenehme Termine stehen an: Wegen Untreue muss Strache sich nach zwei Freisprüchen erneut am Wiener Straflandesgericht verantworten. Es geht um Geld einer FPÖ-Lebensversicherung. Wie immer beteuert der Ex-Blaue, sich nichts zuschulden kommen habe lassen. "Ich habe niemals unzulässig über Parteigelder verfügt oder mir etwas ausgezahlt", so Strache. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft, doch die Unschuldsvermutung gilt.

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