Politik

Ex-Vizekanzler Strache wirbt jetzt für Solaranlagen

Die Ex-FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus scheinen die grüne Energiewende für sich entdeckt zu haben. Das Netz ist irritiert.

Newsdesk Heute
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache macht überraschende Werbung.
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache macht überraschende Werbung.
Helmut Graf

"Ibiza hat sie zu Grünen gemacht", witzelt am Samstag ORF-Moderator Martin Thür auf X (vormals Twitter). Gemeint sind Ex-FPÖ-Chef und -Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus, denen der Ibiza-Skandal ihre politischen Ämter gekostet hatte. Während Gudenus sofort von der politischen Bühne verschwand, versuchte Strache noch einige Zeit lang vergeblich, ein Comeback mit einer eigenen Partei. Nun scheint es so, als ob sich beide Ex-Politiker mutmaßlich eine neue Einnahmequelle sichern wollen.

Strache macht nun in den sozialen Netzwerken Werbung für Photovoltaik-Anlagen. In einem Posting, das Nutzern in die Timeline gespült werden, heißt es vom Ex-Vizekanzler zum Angebot eines Linzer Unternehmens: "Jetzt -15% Rabatt auf unsere hochwertigen PV-Anlagen ohne lange Wartezeit. Wir liefern und montieren in ganz Österreich."

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    Nahm statt FPÖ-Chef Herbert Kickl bei Puls 24 Platz: Ex-FPÖ-Chef <strong>Heinz-Christian Strache</strong> im "Pro und Contra Spezial" am 3. Oktober 2023.
    Nahm statt FPÖ-Chef Herbert Kickl bei Puls 24 Platz: Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im "Pro und Contra Spezial" am 3. Oktober 2023.
    Screenshot PULS24

    Montage, aber kein Anschluss

    In einem weiteren Posting auf Facebook heißt es, ein Linzer Unternehmer sei jetzt "einer meiner Partner" und "aus Erfahrung kann ich euch sagen, dass sie schnell, sauber und zuverlässig arbeiten", so Strache. Irritierend: Im Kleingedruckten des Anbieters ist nachzulesen, dass die Solar- und Photovoltaik-Module zwar montiert, aber nicht angeschlossen werden.

    Gudenus wiederum wirbt damit, bis zu 40 Prozent an Strom- und Gaskosten einsparen zu können, "egal, ob Haushalt oder Unternehmen". Wer – offenbar übe Gudenus – zu einem günstigeren Anbieter wechseln wolle, könne bei kostenloser Beratung und ebenso kostenlosem Umstieg Geld einsparen. Wie das Geschäftsmodell im Detail aussieht, lässt sich bisher nicht feststellen, denn statt einer Webseite oder genaueren Informationen wird nur eine Mail-Adresse genannt. 

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