"Die Preise werden auf dem aktuellen Niveau bleiben", sagt Martin Grasslober, Verkehrswirtschaftsexperte des ÖAMTC, gegenüber "Heute".
Aufgrund der zusätzlichen CO2-Bepreisungwird Sprit in rund einem Monat teurer. Experten rechnen damit, dass der Liter dann um bis zu 9 Cent mehr kosten wird.
"Bleiben die Preise auf dem aktuellen Niveau, sehen wir im Oktober aufgrund der zusätzlichen CO2-Bepreisung wieder Dieselpreise von knapp über zwei Euro", prognostizierte Grasslober bereits Anfang September.
"Aus unserer Sicht ist es europarechtlich möglich, die Mineralölsteuer zu senken", kritisiert Grasslober die Regierung: "Hier hoffen wir, dass die Regierung einsichtig ist." Die CO2-Bepreisung komme seiner Meinung nach "zum falschen Zeitpunkt."
Der Experte sieht derzeit keine große Erleichterung für Konsumenten: "Bei der aktuellen Gemengelage bin ich skeptisch, dass die Spritpreise heruntergehen".
"Wir haben sowohl in Europa als auch in Österreich eine sehr knappe Versorgungslage. In der Vergangenheit haben wir sehr viel Diesel aus Russland bekommen, aber viel mehr gebraucht als bekommen", berichtet Grasslober.
Wie "Heute" berichtete, zeigt sich auch Bernd Zierhut, Obmann der Fachgruppe Energiehandel in der Wirtschaftskammer Oberösterreich und Geschäftsführer der Doppler-Gruppe, nicht sehr optimistisch. Angesichts der geplanten CO2-Steuer berichtet er: "Da kann man sich dann von Spritpreisen unter zwei Euro verabschieden."
Den Lenkungseffekt der CO2-Steuer findet er generell "gescheit", spricht aber offen aus: "Wir sind momentan in einer Krise."
"Alle setzen diese Steuern aus, machen Preisdeckelungen", kritisiert Zierhut die Bundesregierung. Nur Österreich sei hier in die falsche Richtung unterwegs. "Zur Unzeit hauen wir jetzt noch was drauf, das verstehe ich nicht, so der Experte.