Bis 2045

Experten rechnen mit deutlichem Anstieg an Krebskranken

Auch wenn das individuelle Risiko an Krebs zu erkranken sinkt, rechnet die Statistik Austria mit einem deutlichen Anstieg in den kommenden Jahren.
Newsdesk Heute
13.01.2026, 18:14
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Laut einer Prognose von Statistik Austria wird die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen bis zum Jahr 2045 auf 56 546 steigen. Das entspricht einer Zunahme von 21,6 % im Vergleich zu 2023. Auch bei den Krebssterbefällen und der Zahl der mit einer Krebsdiagnose lebenden Personen wird aufgrund der demographischen Alterung ein deutlicher Zuwachs erwartet. Das individuelle Risiko an Krebs zu erkranken, sinkt jedoch weiterhin.

"Das individuelle Risiko an Krebs zu erkranken, nimmt ab. Jedoch hat die Alterung der Bevölkerung einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Krebsfälle in Österreich. Da ältere Menschen weiterhin ein wesentlich höheres Krebsrisiko haben als jüngere, führt der wachsende Anteil älterer Personen in der Bevölkerung trotz sinkender altersspezifischer Risiken zu einer deutlichen Zunahme der absoluten Zahlen an Neuerkrankungen sowie der in Zukunft mit Krebs lebenden Menschen", so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

20 Prozent mehr Fälle

Die Statistik Austria erstellte im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz eine Prognose der Krebsinzidenz, -mortalität und -prävalenz bis zum Jahr 2045. Gemäß der Trendvariante der Prognose, welche die demographischen Effekte, die Trends der Lebenserwartung und des geschlechtsspezifischen Erkrankungsrisikos fortschreibt, wird die Zahl der Krebsneuerkrankungen um mehr als ein Fünftel steigen, von 46 518 im Jahr 2023 auf 56 546 (+21,6 %) im Jahr 2045.

Die Zahl der krebsbedingten Sterbefälle wird bis 2045 ebenfalls um rund ein Fünftel von 20 906 im Jahr 2023 auf 25 277 (+20,9 %) zunehmen. Die Zahl der mit einer Krebsdiagnose lebenden Personen wird sich um mehr als die Hälfte von 395 067 im Jahr 2023 auf 607 654 im Jahr 2045 erhöhen (+53,8 %).

Die Bevölkerung wird immer älter

Diese Entwicklung ist zu großen Teilen auf die wachsende und alternde Bevölkerung zurückzuführen; insbesondere wird die Anzahl der über 65-Jährigen bis 2045 deutlich steigen. Zu diesem Zeitpunkt werden dann mehr als 2,5 Millionen Personen in Österreich 65 Jahre oder älter sein, das sind etwa 27 % der Bevölkerung. Im Jahr 2024 waren es mit etwa 1,8 Millionen Menschen bzw.ca. 20 % der Bevölkerung noch deutlich weniger.

Nachdem die Gesamtzahl der Krebsneuerkrankungen sowie der krebsbedingten Sterbefälle in einem Jahr neben der Sterblichkeit auch von der Größe und Altersstruktur der Bevölkerung abhängt, wurden zusätzlich altersstandardisierte Inzidenz- und Mortalitätsraten berechnet. Die Trendvariante der Prognose zeigt, dass altersstandardisierte Inzidenz- und Mortalitätsraten leicht sinken werden.

Individuelles Risiko sinkt

Bis 2045 ist ein Rückgang des Erkrankungsrisikos um 3,9 % auf 469,6 Erkrankungsfälle pro 100.000 Personen zu erwarten, 2023 lag dieser Wert noch bei 488,6. Auch das individuelle Sterberisiko wird altersbereinigt im Prognosezeitraum um 18,9 % zurückgehen. Für 2045 wird eine altersstandardisierte Mortalitätsrate von 177,5 Krebssterbefällen pro 100 000 Personen prognostiziert, im Vergleich zu 218,8 im Jahr 2023.

Das zeigt, dass der Anstieg der absoluten Zahlen von Krebsneuerkrankungen und krebsbedingten Sterbefällen bei Betrachtung aller Tumorlokalisationen zusammen auf die demographische Alterung zurückzuführen ist, da Krebserkrankungen überwiegend im höheren Lebensalter auftreten.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.01.2026, 18:16, 13.01.2026, 18:14
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