Norwegen

Explosion in Oslo: Drei Festnahmen, darunter ein Teenie

In Oslo ist es zu einer Explosion gekommen, ein weiterer Sprengsatz wurde kontrolliert detoniert. Die Polizei hat drei Personen verhaftet.
24.09.2025, 07:56
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Einen Tag nach der Sichtung mehrerer Drohnen in Dänemark und Norwegen ist es am Dienstagabend in Oslo zu einer Explosion gekommen, wie die örtliche Polizei berichtet. Zeitweise waren die Anwohner der norwegischen Hauptstadt dazu aufgerufen, sich von Fenstern fernzuhalten und sich dem Ort an der Kreuzung Parkveien/Pilestedet nicht zu nähern – "dort befinden sich Sprengsätze, die noch nicht gezündet haben", so ein Sprecher der Polizei.

Polizei nimmt Jugendlichen fest

Um 21.44 Uhr führten Einsatzkräfte laut "Aftenposten" eine kontrollierte Sprengung einer Handgranate durch. Kurz darauf bestätigte ein Sprecher der Polizei, dass im Zusammenhang mit der Explosion eine Person festgenommen worden sei. Dabei handelt es sich laut der Zeitung um einen Jugendlichen mit Jahrgang 2012.

Gegen 00.20 Uhr meldete die Polizei, dass zwei weitere Personen in Gewahrsam genommen worden seien. Gemäß Einsatzleiter Rune Hekkelstrand könnte es zu weiteren Festnahmen kommen.

Die Polizei geht von mehreren beteiligten Tätern aus und vermutet als Hintergrund eine Auseinandersetzung zwischen Kriminellen. Über das Ausmaß der Schäden und etwaige Verletzte ist noch nichts bekannt. Neben Spezialkräften standen ein Polizeihelikopter und eine Drohne im Einsatz.

Wie ein Zeuge gegenüber "Aftenposten" berichtet, habe er einen lauten Knall gehört und sei unmittelbar darauf von der Polizei aufgefordert worden, das Bislett-Stadion zu verlassen. Andere berichten von einem Brandgeruch unweit des Stadions.

Augenzeugen berichten von Granate auf Straße

Wie ein weiterer Augenzeuge, der in unmittelbarer Nähe wohnt, berichtet, habe er einen lauten Knall gehört und sei auf die Straße gerannt. Dort habe er Glassplitter und etwas, das wie eine Granate aussah, entdeckt. Ein anderer Anwohner berichtet gegenüber der norwegischen Zeitung, dass er einen "dumpfen Knall" gehört habe.

Nur einen Tag zuvor kam es in Oslo und auch in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu Drohnensichtungen, zeitweise wurde der Flugbetrieb in beiden Städten eingestellt. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sprach am Dienstag vom "bislang schwersten Anschlag auf dänische kritische Infrastruktur". In beiden Fällen ist noch unklar, wer die Drohnen gesteuert hatte.

Diese Vorfälle kommen, nachdem mehrere Flughäfen in Europa übers Wochenende Opfer einer Cyberattacke wurden. Der Flughafen in Berlin kämpfte auch zum Beginn der neuen Woche noch mit den Auswirkungen der Ransomware-Attacke, bei der die Angreifer einen US-IT-Dienstleister ins Visier genommen hatten.

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