Der Alltag für Direktoren und Pädagogen ist mehr als fordernd: Neben dem allgemeinen Lehrermangel führen zeitintensive Elterngespräche und ein wachsender Anteil von Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen zu zusätzlicher Belastung. Dazu kommen ein steigender sonderpädagogischer Förderbedarf und zunehmende Verhaltensauffälligkeiten.
Diese Entwicklungen sind vor allem in den Ballungsräumen spürbar. Besonders betroffen: die Schulen in Wels, nach Linz die Stadt mit den zweitmeistern Einwohnern (rund 65.000) in Oberösterreich.
Die Gemeinde betreut 18 öffentliche Pflichtschulen. Dort werden derzeit etwa 4.800 Kinder und Jugendliche von zirka 600 Personen unterrichtet.
Jetzt macht die städtische Politik auf den Personalbedarf fürs kommende Schuljahr aufmerksam: Im ganzen Bundesland werden in Summe 490 Lehrkräfte gesucht. 91 Stellen oder rund 19 Prozent entfallen alleine auf die Welser Pflichtschulen. 65 Pädagogen davon werden im Volksschulbereich benötigt.
Die Stadt schlägt Alarm und rechnet vor: 2026/27 würden etwa 15 Prozent der Pädagogen fehlen.
Gegen den großen Mangel wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt, für das jährlich rund 80.000 Euro aus dem Welser Budget vorgesehen sind. Zu dem Bündel gehören u.a. zusätzliche Mittel für Fortbildungen und für Leiterdienstbesprechungen. Ebenfalls im Fokus: mehr Aktivitäten wie Teambuilding, gemeinsame Veranstaltungen oder schulinterne Initiativen.