Mutter kämpfte dafür

Jahrelanger Streit: 13-Jähriger darf doch in die Schule

Nach langem Streit hat ein 13-Jähriger aus OÖ grünes Licht für eine Einstufungsprüfung bekommen – Start schon nächste Woche.
Oberösterreich Heute
30.04.2026, 12:34
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Der aufsehenerregende Schulstreit um einen 13-Jährigen aus dem Salzkammergut nimmt eine neue Wendung: Nach Monaten vor Gericht darf der Bub jetzt doch eine Einstufungsprüfung an einer Mittelschule machen. Damit ist der Weg zurück ins Klassenzimmer zumindest vorerst frei.

Schon seit 2024 kämpfen die Eltern darum, ihren Sohn wieder in die Schule zu bringen. Nach Jahren im häuslichen Unterricht wollte der Jugendliche endlich zurück in eine reguläre Klasse – doch die Bildungsdirektion stellte sich quer. Für die Familie war das von Anfang an unverständlich: "Wir haben das Zeugnis nach den Regeln der Bildungsdirektion erbracht", sagte die Mutter bereits im Gespräch mit "Heute".

Aus Sicht der Eltern wurden ihre Nachweise aber schlicht ignoriert. Die Mutter sprach davon, dass diese "ignoriert und totgeschwiegen" worden seien. Der Vorwurf wog schwer: "Es geht jetzt darum, dass sich eine Behörde nicht an Gesetze hält."

Mehrfach gaben Gerichte der Familie recht, zuletzt landete der Fall beim Verwaltungsgerichtshof. Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, doch ein entscheidender Schritt ist jetzt gefallen: Die Revision der Bildungsdirektion hat keine aufschiebende Wirkung.

Bub schon nächste Woche in Schule

Heißt konkret: Der Bub darf trotz laufendem Verfahren zur Einstufungsprüfung antreten.

Schon kommende Woche soll er eine Mittelschule im Salzkammergut besuchen – zunächst als außerordentlicher Schüler. In den nächsten Wochen muss er Prüfungen in allen Pflichtfächern absolvieren. Erst danach wird entschieden, in welche Schulstufe er fix eingestuft wird.

Für den 13-Jährigen ist das ein wichtiger Moment – die belastende Situation ging auch an ihm nicht spurlos vorbei. "Natürlich ist er traurig, weil er gerne mit seinem besten Freund in die Schule gehen will", schilderte die Mutter.

Parallel dazu bekommt der Fall auch eine strafrechtliche Dimension: Die Eltern haben eine Anzeige eingebracht, es geht um den Verdacht auf Amtsmissbrauch. Ermittlungen laufen bereits.

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