Die Wartezeiten auf wichtige Operationen in unseren Krankenhäusern werden immer länger, in manchen Spitälern sind die Termine auf Jahre hinaus vergeben. Für viele Patienten hat das dramatische Folgen. Claudia (60) aus Mattersburg (Burgenland) kämpft sich mit Schmerzen durch den Alltag, sie soll 28 Monate auf ihre dringend notwendige Hüft-Operation warten.
Die 60-Jährige leidet seit Jahren an Coxarthrose, der schützende Knorpel im Hüftgelenk ist stark abgenutzt. Die Folgen sind Schmerzen in der Hüfte sowie in der Leistengegend, Bewegungseinschränkung bis hin zur Versteifung des Gelenks.
Die furchtbaren Schmerzen begleiten Claudia bei jedem Schritt. Wie sie damit umgeht? "Ohne Schmerzmittel keine Chance mehr", so die Burgenländerin im "Heute"-Talk. Und selbst mit Tabletten würde sich die frisch Pensionierte durch den Tag quälen, da "das Knie und der komplette Rücken schmerzen".
Die Burgenländerin soll im Universitätsklinikum Neunkirchen in Niederösterreich behandelt werden. In einem Schreiben des Krankenhauses wurde Claudia mitgeteilt, dass ihre Operation erst für Mitte Februar vorgesehen ist – gemeint ist das Jahr 2028. "Wir nehmen mit Ihnen vier Monate vor diesem Termin verlässlich telefonisch Kontakt auf", heißt es weiter.
Im Gespräch mit "Heute" erklärt die 60-Jährige, dass sie auf einen früheren OP-Termin gepocht hatte. "Ich habe mit einem halben Jahr bis Jahr gerechnet. Noch dazu habe ich über 40 Jahre gearbeitet, muss auch noch Selbstbehalt zahlen", so Claudia.