Avi Yosfan brachte einst israelisches Streetfood nach Wien, bot in seinen beiden "Maschu, Maschu"-Lokalen als erster Wirt Falafel an – nun ist leider bald Schluss. Die Teuerung fordert ihr nächstes Opfer in der Wiener Lokalszene. Weil die Kosten für Strom, Gas, Lebensmittel und Personal durch die Decke gehen, zahle sich der Betrieb nicht mehr aus, erklärt Avi Yosfan in einem traurigen Abschieds-Posting auf Facebook.
"Nach 23 Jahren schließen wir die Türe von Maschu Maschu", so der Gastronom mit israelischen Wurzeln. "Es war eine wunderschöne Zeit hier, aber irrsinnig viel Arbeit. In den letzten Jahren hat es sich nicht mehr ausgezahlt. Ich bin dem Personal dankbar, das schwer gearbeitet hat, und den Gästen, Stammgästen, Freunden und Familie. Am 13. Dezember schließen wir die Türen. Ich freue mich über jeden, der bis dahin kommt und unsere Spezialitäten genießt."
Einen Tag später sind dann die beiden Standorte in der Neubaugasse 20 und am Rabensteig in der Wiener City Geschichte. Wegen der Teuerung musste der Betreiber die Preise auf der Speisekarte bereits um über 30 Prozent erhöhen. Doch weil auch alte Stammgäste ausblieben, geht es sich dennoch nicht mehr aus.
Ob Wraps, Falafel, Hummus oder Shawarma – Generationen von Gästen bekamen hier in Wien erstmals Streetfood wie in Tel Aviv serviert. Noch 12 Tage kann man es genießen.
Laut "Falter" wird übrigens auch das in der Neubaugasse angrenzende Lokal "Das Bock" zusperren. Dieses wird von Yosfans Sohn Ben betrieben, machte mit originellem Streetfood wie Backhendl im Burger oder Zwiebelrostbraten im Wrap auf sich aufmerksam. Das Lokal gehört mit dem "Maschu, Maschu" zusammen – muss leider ebenfalls schließen.