Bei schweren Überschwemmungenund Erdrutschen in Japan sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen wurden am Sonntag noch vermisst. Einsatzkräfte durchkämmten die Unglücksorte im Zentrum und Westen Japans nach möglichen weiteren Opfern.
Den Überflutungen und Schlammlawinen waren nach Angaben des japanischen Wetterdienstes "beispiellos" heftige Regenfälle vorausgegangen. Dutzende Flüsse traten am Samstag über die Ufer. Die Behörden riefen fast zwei Millionen Einwohner auf, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.
Am Sonntag ließen die Regenfälle zwar nach und der Wetterdienst setzte seinen Alarm von der höchsten Stufe herab. Für den Abend (Ortszeit) wurde jedoch eine erneute Zunahme des Niederschlags erwartet.
In der Präfektur Nagano wurden acht Menschen aus einem Erdrutsch geborgen, wie Medien am Sonntag berichteten. Bei drei von ihnen, darunter zwei Kinder, sei "Herz- und Atemstillstand" diagnostiziert worden. Das ist eine in Japan übliche Formulierung, bevor der Tod amtlich bestätigt wird.
Zuvor war auf der schwer betroffenen südwestlichen Hauptinsel Kyushu eine Frau bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen.