Deutliche Worte

F1-Ikone schießt gegen Verstappen: "Sperrt ihn"

Max Verstappen ist ein großer Kritiker des neuen Regelwerks in der Formel 1. Einem Ex-Piloten geht das aber zu weit. Er verlangt Konsequenzen.
Sport Heute
07.05.2026, 05:31
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Einige Formel-1-Piloten übten vor allem zu Saisonbeginn deutliche Kritik an den neuen Regeln der Motorsport-"Königskasse". Der lauteste von ihnen war aber Vierfach-Weltmeister Max Verstappen. Der Red-Bull-Star hatte die Rennserie, die sich damit rühmt, rund 50 Prozent der Leistung elektrisch zu generieren, als "Formel E auf Steroiden" und als "Anti-Racing" bezeichnet, danach von "Mario Kart" gesprochen. Gemeint war dabei der "Boost"-Knopf, der kurzzeitig mehr Energie freigibt, genauso wie die Aufladephasen, Superclipping genannt, die dazu führten, dass die Formel-1-Piloten gerade am Ende von langen Geraden frühzeitig vom Gas gehen mussten.

In Absprache mit den Teams hat die Formel 1 jedenfalls erste Regelanpassungen vorgenommen, der Grand Prix von Miami war das erste Rennen. Ob die Veränderungen Wirkung zeigen, wird sich erst weisen.

Für einen geht die Kritik der Fahrer, und allen voran von Verstappen, aber zu weit. Ex-Fahrer Juan Pablo Montoya, der durchaus für seine scharfe Zunge und kritischen Äußerungen bekannt ist, brachte nun im Podcast "Chequered Flag" sogar eine Rennsperre für Verstappen ins Spiel, sollte der Niederländer mit seinen kritischen Aussagen weitermachen.

Verliert die Formel 1 ihre Identität?

"Sperrt ihn"

"Man muss den Sport respektieren. Es ist ja okay, dass die Fahrer die Regeln nicht mögen. Aber die Art und Weise, wie sie über das reden, wovon sie leben, und über ihren eigenen Sport – dafür sollte es Konsequenzen geben", ließ der kolumbianische Ex-Fahrer aufhorchen.

Und erklärte dann auch, welche Art von Konsequenzen er sich da vorstellt. "Sperrt ihn! Gebt ihm sieben, acht Punkte auf die Superlizenz", forderte der einzige Pilot von McLaren und Williams. Was Montoya damit meint: Für Vergehen an Formel-1-Wochenenden sammeln Piloten Strafpunkte. Wenn ein Fahrer zwölf Punkte innerhalb von zwölf Monaten erreicht, muss er ein Rennen aussetzen. Aktuell hat der niederländische Star lediglich drei Pünktchen auf der Superlizenz. Würden da sieben oder acht Punkte dazukommen, würde dies nicht automatisch eine Sperre bedeuten. Verstappen könnte sich dann aber nichts mehr erlauben.

"Was auch immer er danach tut – er ist gesperrt. Und ich garantiere euch, seine Aussagen wären anders", so Montoya. Fahrer hätten zwar "das Recht, eine eigene Meinung zu haben, es ist okay, offen und ehrlich zu sein", betonte Montoya, irgendwo sei aber eine Grenze erreicht: "Nenn die Formel 1 nicht Mario Kart."

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