Brutale Krypto-Masche im Weinviertel: Ein bislang unbekannter Täter nahm über eine Social-Media-Plattform Kontakt zu einem unmündigen Opfer auf.
Durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen – ein angeblich lukratives Krypto-Investment – brachte der Täter den Burschen dazu, seine Kontodaten preiszugeben. In der Folge wurde ein niedriger vierstelliger Betrag vom Konto des Opfers auf ein litauisches Konto überwiesen.
Um vermeintliche Verluste auszugleichen, forderte der Unbekannte die Eröffnung eines weiteren Kontos. Dabei übte der Täter massiven psychischen Druck aus. Aus Angst bewegte der Bursche schließlich seine volljährige Schwester dazu, ein Konto zu eröffnen. Bei einem persönlichen Treffen wurden vom Geschwisterpaar sogar die Zugangsdaten sowie die Bankomatkarte an den Täter übergeben.
In weiterer Folge forderte der Täter unter Androhung von Gewalt weiteres Bargeld. Da das junge Opfer über keine finanziellen Mittel mehr verfügte, wurden 300 Euro überwiesen sowie elektronische Geräte (ein Monitor und ein Headset) an einen vom Täter entsandten Taxifahrer übergeben.
Am 17. September 2025 nutzte der unbekannte Täter die widerrechtlich erlangten Zugangsdaten und behob bei zwei Bankfilialen (1140 Wien, Hütteldorfer Straße 209 und 1160 Wien, Thaliastraße 140) insgesamt über 10.000 Euro.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wird nun mit Lichtbildern des Verdächtigen nach Hinweisen gesucht. Sachdienliche Hinweise zur Ausforschung des bislang unbekannten Täters werden an die Polizeiinspektion Gerasdorf bei Wien, Telefonnummer 059133-3224, erbeten.
Wie die Polizei am 12. Jänner mitteilte, hat sich der Beschuldigte aufgrund der Veröffentlichung in den Medien bei einer Polizeiinspektion in Wien gestellt.