Bereits im vergangenen August warnte die Polizei vor einem gefälschten Schreiben im Namen der Landespolizeidirektion OÖ. Das Schreiben bzw. die Mail wirkt auf den ersten Blick offiziell: Logos von Innenministerium, Landespolizeidirektion und Europol sollen Seriosität vortäuschen.
Inhaltlich wird sofort Druck aufgebaut: Es ist von "rechtlichen Verfahren" und einer "gerichtlichen Untersuchung" die Rede. Dazu werden extrem schwere Vorwürfe aufgezählt – unter anderem Kinderpornografie, Cyberpornografie und Menschenhandel.
Die Betrüger behaupten außerdem, der Computer sei bereits durch "autorisierte Hackerangriffe" beschlagnahmt worden, es gebe "Beweismittel" und aufgezeichnete Unterhaltungen. Empfänger sollen darauf eine Rechtfertigung liefern – und zwar per E-Mail an eine angegebene Adresse.
Besonders auffällig ist der Zeitdruck: Die Antwort müsse "innerhalb von 48 Stunden" erfolgen, sonst werde ein Bericht an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Es wird mit Haftbefehl, Festnahme und sogar einem Eintrag ins Sexualstraftäterregister gedroht.
Die Polizei hatte vor dieser Masche bereits im vergangenen August gewarnt. Damals hieß es in der offiziellen Info: "Dieser Brief ist gefälscht!" Es handle sich nicht um ein Schreiben der Exekutive, sondern um Betrug – und man solle keinesfalls auf Forderungen eingehen.
Jetzt scheint das betrügerische Schreiben wieder die Runde zu machen – ein Oberösterreicher erhielt das Mail, die "Heute" vorliegt, Mitte Februar. Auffällig: Das Design wurde im Vergleich zu jenem Schreiben vom August überarbeitet, wirkt nun sogar noch authentischer.
Wichtig: nicht antworten, keine Daten schicken, nichts anklicken. Wer verunsichert ist, kann sich bei jeder Polizeiinspektion informieren. Und grundsätzlich gilt: Behörden arbeiten nicht mit solchen Drohkulissen und 48-Stunden-Fristen per Mail.