Sorge um Landschaftsbild

"Ist eine Sauerei": Siedlung wehrt sich gegen Handymast

Ein Handymast bringt eine Siedlung am Mondsee auf die Barrikaden. Ferienhöfe fürchten um Ausblick und Buchungen. Die Gegenseite versucht zu beruhigen.
Lea Strauch
18.02.2026, 03:00
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Seit einigen Tagen wird gebaut, im April soll er in Betrieb gehen: Ein Handymast sorgt in einer Siedlung bei Mondsee (Bez. Vöcklabruck) für Ärger. Mehrere Anrainer – darunter vor allem Anbieter von Ferienhöfen – fürchten um das Landschaftsbild und fühlen sich überrumpelt.

"Zerstört komplett das Landschaftsbild

Erstmals sei das Projekt vor rund einem Jahr Thema gewesen, erzählt ein Betroffener "Heute". Damals habe man von einem Standort "300, 400 Meter Luftlinie entfernt" gesprochen: "Da hätten wir den Masten nicht einmal gesehen, das war uns wurscht." Bei einer späteren Begehung habe es dann plötzlich geheißen, er komme doch "relativ nahe" an die Häuser und Höfe heran – auf Asfinag-Grund.

Jetzt ist der Frust groß – auch, weil man den Mast laut Anrainern lange nicht klar kommuniziert bekommen habe. "Es ist eine Sauerei, das zerstört komplett das Landschaftsbild", so der Tenor. Manche sagen: Unter diesen Voraussetzungen hätte es keine Zustimmung für Begleitmaßnahmen gegeben.

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Besonders sensibel sei das Thema für Ferienhof-Anbieter: Ausblick, Ruhe und Lage seien ihr Kapital. Es gebe bereits Nachfragen von Gästen, ob man den Mast sehe oder den Baulärm höre – und die Sorge, dass das Buchungen kosten könnte. Die Anrainer stellen das Vorhaben auch grundsätzlich infrage: Aus ihrer Sicht sei die Netzabdeckung schon jetzt ausreichend.

Keine Info-Pflicht für Anrainer

Die Gegenseite widerspricht auf "Heute"-Anfrage. Laut Gregor Wagner, Pressesprecher des Forum Mobilkommunikation, habe es keine Änderung der Position gegeben: "Ganz am Anfang wurde ein weiterer Standort unweit des aktuellen Standortes diskutiert, der kam aber aus technischen Gründen nicht infrage." Eigentümer des Mastes sei die Towers Infra Austria GmbH., die den Mobilfunkstandort für Magenta betreibt.

Weil er unter zehn Meter hoch ist, sei ein "vereinfachtes Genehmigungsverfahren" angewendet worden: "Das bedeutet, dass eine Bauanzeige an die zuständige Behörde ausreicht." Eine Information der Anrainer sei in solchen Verfahren "weder durch die Gemeinde noch durch die Errichter vorgesehen".

Gebiet "derzeit unterversorgt"

Rücksicht auf die Bewohner habe man jedenfalls genommen: Der Mast sei "das kleinste und deutlich unauffälligste System, das üblicherweise gebaut wird", zudem soll er grün gestrichen werden, um ihn unauffälliger zu machen. Die zeitnahe Inbetriebnahme sei wichtig, weil das Gebiet "für mehrere Tausend Teilnehmer derzeit unterversorgt" sei – und es "auch schon zu Beschwerden kam", heißt es.

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