Digitale Preisschilder statt Papierstreifen: In immer mehr Supermärkten ändern sich Preise per Mausklick. Genau diese Entwicklung rückt nun verstärkt in den Fokus der Preisaufsicht. Denn mit der Technik wächst auch die Verantwortung.
2.366 Kontrollen führten die Preisauszeichnungsorgane 2025 durch, 242 Verstöße wurden dabei festgestellt – eine Beanstandungsquote von 10,23 Prozent. Besonders im Lebensmittelhandel wurde genau geprüft: 364 Kontrollen führten zu 103 Berichten an die Behörden.
Gerade Rabattaktionen sorgen immer wieder für Probleme. Kontrolliert wird etwa, ob der "niedrigste 30-Tage-Preis" korrekt im EDV-System aufscheint. Preisschilder und Produkte werden fotografiert, danach folgt ein Testkauf – und die Frage: Stimmt der Regalpreis mit dem Kassabon überein?
Die digitalen Etiketten bringen dabei neue Dynamik ins Regal: Preise können in Echtzeit angepasst werden – je nach Nachfrage, Auslastung oder sogar Wetterbedingungen. "Digitale Preisschilder dürfen nicht zu analogen Überraschungen an der Kassa führen", betont der zuständige Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).
Und weiter: "Technologischer Fortschritt darf niemals zulasten der Preisklarheit gehen, es muss klare Spielregeln geben." Kontrolliert wird unangemeldet, aber offen: Die Organe stellen sich in der Filiale vor und prüfen stichprobenartig Grundpreise, Pfandangaben und Aktionshinweise.
Für das Land ist klar: "Preistransparenz ist kein bürokratisches Detail, sondern gelebter Konsument:innenschutz". Zwischen Teuerung, Aktionen und elektronischen Preisschildern solle am Ende eines gelten: Der Preis am Regal muss halten, was er verspricht.