36 Milliarden Euro gab der Bund 2025 laut offizieller Darstellung für gesetzliche Pensionen und Beamtenpensionen aus. Diese Zahl sei jedoch irreführend, kritisierten der oberösterreichische Seniorenbund-Chef Josef Pühringer und die Präsidentin des Österreichischen Seniorenbundes, Ingrid Korosec.
Denn in diesem Betrag steckten auch zahlreiche Ausgaben, die aus Sicht der Seniorenvertreter keine echten Pensionskosten seien. Dazu zählten etwa Ausgleichszulagen, Kindererziehungszeiten, Reha, Gesundheitsvorsorge, Pflegegeld sowie Beiträge für Präsenz- und Zivildienst.
Nach Berechnung des Seniorenbundes betrug der tatsächliche staatliche Pensionszuschuss daher nur 27,8 statt 36 Milliarden Euro. "Die echten Pensionskosten sind um 8,2 Milliarden beziehungsweise 22,8 Prozent niedriger", heißt es.
Zusätzlich verwies der Seniorenbund auf die Steuerleistung älterer Menschen. Pensionisten zahlten demnach jährlich rund elf Milliarden Euro an Lohn- und Einkommensteuer. Ziehe man auch diese Einnahmen ab, blieben laut der Rechnung nur noch 16,8 Milliarden Euro an Zuschuss übrig.
"Falsche Zahlen führen zu falschen Schlussfolgerungen und Reaktionen", warnt der Seniorenbund. Er fordert deshalb eine klare Trennung: Echte Pensionskosten sollten künftig im Pensionstopf, Sozialleistungen dagegen im Sozialtopf ausgewiesen werden.
Zugleich betonten die Seniorenvertreter, dass das System weiterhin finanziell fit gehalten werden müsse – unter anderem durch ein höheres tatsächliches Pensionsalter und einen Ausbau der betrieblichen sowie privaten Vorsorge.