Trotz Unverträglichkeit

Falsches Medikament tötete Patientin: Ärzte vor Gericht

Eine 83-jährige Patientin starb nach einer Operation. Laut Anklage erhielt sie wochenlang ein Medikament, das sie laut Unterlagen nicht vertrug.
Österreich Heute
25.03.2026, 10:15
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Nach dem Tod einer Patientin in der Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg müssen sich am Mittwoch (25. März) zwei Oberärzte vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung vor.

Über einen Monat lang verabreicht

Der Vorfall ereignete sich zwischen Februar und März 2025. Die 83-jährige Frau war nach einer Operation wegen eines Oberschenkelhalsbruchs zunächst behandelt und danach auf die Geriatrie der Klinik verlegt worden, wie der ORF berichtet. Dort soll sie über mehrere Wochen hinweg das Schmerzmittel Novalgin erhalten haben – obwohl eine Unverträglichkeit des Medikaments in ihrem Medikamentenblatt vermerkt gewesen sein soll.

Konkret soll der Patientin das Schmerzmittel vom 4. Februar bis zum 14. März wiederholt verabreicht worden sein.

Führte zu fataler Infektion

Ein gerichtsmedizinisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass das Medikament zu einer letztlich tödlichen Infektion führte. Laut Anklage seien die beiden Oberärzte dafür verantwortlich, dass der betagten Frau das falsche Schmerzmittel gegeben worden sei.

Nach dem Tod der Patientin erstatteten die Salzburger Landeskliniken als Träger der Christian-Doppler-Klinik Selbstanzeige bei den Behörden. Infolge des Vorfalls wurden die verpflichtenden Kontrollen bei der Medikamentenvergabe ausgeweitet.

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