Trauriger Jahreswechsel

Familienvater klagt – "Kann mir Miete kaum leisten"

Als Alleinverdiener für sieben Personen kämpft Familienvater Yamil mit explodierenden Kosten – selbst das Nötigste wird unleistbar.
Wien Heute
27.12.2025, 15:14
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Miete, Strom- und Heizkosten, Lebensmittel – all das kann sich Familienvater Yamil kaum noch leisten. Als Alleinverdiener für seine siebenköpfige Familie setzen ihm die Teuerungen massiv zu. Weihnachtsgeschenke für seine Kinder waren heuer nicht mehr möglich. "Es geht sich einfach nicht mehr aus", sagt der 50-jährige Wiener.

Teuerungen belasten Vater

Bereits drei Mal wurde die Miete für seine kleine Wohnung erhöht. "Früher hat sie 450 Euro gekostet, dann 650, jetzt sind es 900 Euro", rechnet Yamil vor. Einkäufe in herkömmlichen Supermärkten kann sich die Familie schon lange nicht mehr leisten, nur der Sozialmarkt ist preislich noch im Rahmen. Auch an Kleidung wird gespart: Seine Winterjacke ist zerrissen und wärmt kaum noch. "Ich kann mir keine neuen Sachen leisten", erzählt er.

Die einzige Möglichkeit, heuer für die Kinder Geschenke zu besorgen, ist die Spendenaktion "Spielen Sie Christkind" – im Samariterbund-Sozialmarkt wurden insgesamt 300 Geschenkpackerl verteilt – so auch an Yamils Familie. Ansonsten hätte es keine Geschenke für die fünf Kids gegeben.

Angst vor 2026

Yamils Frau arbeitet derzeit nicht, sie betreut die fünf Kinder zu Hause. "Ich bekomme keine Sozialhilfe, ich verdiene alleine für die Familie", sagt Yamil. Mit rund 1.800 Euro Einkommen plus Familienbeihilfe muss er die gesamte siebenköpfige Familie versorgen.

Mit Sorge blickt er auf das kommende Jahr. Für 2026 sind weitere Gebührenerhöhungen angekündigt. "Auch die Jahreskarte der Wiener Linien wird teurer, aber der Lohn bleibt gleich", sagt Yamil. Wie sich das in Zukunft noch ausgehen soll, weiß er nicht.

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