"Im Jahr 2025 gab es in Österreich 27.620 strafrechtliche Verurteilungen, 2024 waren es 27.717. Damit setzt sich der Trend der Vorjahre mit jeweils leichten Anstiegen seit den historischen Tiefstwerten der Pandemie-Jahre 2020 und 2021 nicht fort", so Manuela Lenk, von der Statistik Austria.
Die häufigsten Straftaten betrafen fremdes Vermögen. Dazu zählen etwa Diebstähle. Sie machten knapp ein Drittel aller verurteilten Delikte aus. An zweiter Stelle lagen Straftaten gegen Leib und Leben, darunter vor allem Körperverletzungen.
Weniger Fälle gab es bei Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz. Deutlich zurück gingen Delikte nach dem Fremdenpolizeigesetz, zu denen großteils Schlepperei zählt. Auch Verurteilungen wegen Mord sowie wegen Raub und schwerem Raub sanken im Vergleich zum Vorjahr.
Die Statistik zeigt außerdem ein deutliches Bild bei den Verurteilten: 84,5 Prozent waren Männer. Die meisten waren zum Tatzeitpunkt mindestens 21 Jahre alt. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren machten sechs Prozent der Verurteilten aus.
53,1 Prozent der verurteilten Personen hatten die österreichische Staatsbürgerschaft, 46,9 Prozent eine andere oder unbekannte Staatsangehörigkeit.
Besonders bemerkenswert ist die sogenannte Wiederverurteilungsquote. Sie lag 2025 bei 31,1 Prozent. Das bedeutet: Knapp jede dritte verurteilte Person wurde innerhalb von vier Jahren zumindest ein weiteres Mal rechtskräftig verurteilt.