Die Luft ist in den vergangenen Jahren europaweit besser geworden - aber noch lange nicht gut genug. Laut einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) liegt die Belastung an rund jeder fünften Messstation noch immer über den geltenden EU-Grenzwerten.
Zwar habe sich die Luftqualität in den vergangenen 20 Jahren verbessert, doch Probleme bleiben. Vor allem Feinstaub und bodennahes Ozon bereiten Experten weiterhin Sorgen. Diese Schadstoffe gelten als besonders gesundheitsschädlich.
Bei anderen Stoffen gibt es hingegen Fortschritte: So werden die Grenzwerte für Cadmium mittlerweile europaweit eingehalten. Auch bei Kohlenmonoxid und Blei wurden Verbesserungen erreicht.
Trotzdem bleibt die Belastung durch schlechte Luft hoch. In vielen Regionen liegen die Werte weiterhin über den strengeren Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Das betrifft mehr als 90 Prozent der Europäer.
Für den Bericht wurden Daten aus den Jahren 2024 und 2025 aus insgesamt 39 Staaten ausgewertet, darunter alle EU-Länder. Auch Österreich ist Teil dieser Analyse.
Die Experten warnen vor den Folgen: je höher die Schadstoffbelastung, desto größer das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor allem beim Feinstaub sehen Fachleute dringenden Handlungsbedarf.
Fakt ist: Saubere Luft bleibt ein Ziel - doch für Millionen Menschen ist sie noch immer keine Selbstverständlichkeit.